Pierre-Luc Sleigher kassierte schnell zwei Strafminuten und bereits in der zweiten Minute ging Heilbronn im Powerplay in Führung. Michel Léveillé traf am langen Pfosten lauernd nach Vorarbeit Fabio Carciola.
Schwenningen fand nicht ins Spiel. Zum Glück für die Gäste verpasste Brent Walton in der sechsten Minute den Puck, sonst hätte es bereits 2:0 gestanden. In der zehnten Minute leistete sich SERC-Stürmer Sleigher einen Check gegen den Kopf seines Gegenspielers. Der Schwenninger Topscorer erhielt von Schiedsrichter Gordon Schukies eine Matchstrafe. Der 30-jährige Frankokanadier ist damit zumindest am kommenden Dienstag im Auswärtsspiel in Bremerhaven gesperrt. Für ihn kann dann MacKay auflaufen, doch leistungsmäßig kann der Youngster den Routinier wohl kaum ersetzen.
Auch in Heilbronn wurde Sleigher fortan vermisst. Bei der anschließenden Schlägerei bekam sein Teamkollege Jason Pinizzotto zwei plus zwei plus zehn Minuten Disziplinarstrafe. Das gleiche Strafmaß gab es für die Heilbronner Pat Baum und David Fischer Immerhin, SERC-Torwart Lukas Lang, der den Vorzug vor Sinisa Martinovic erhielt, rettete gegen Walton gerade noch so. Als jedoch auch noch Schwenningens Verteidiger Andre Mangold in die Kühlbox musste, markierte Falken-Starstürmer Michael Hackert in doppelter Überzahl das 2:0. Die Gäste waren im ersten Drittel vom hohen Tempo der Heilbronner überrascht.
Im Mitteldrittel verfolgten die 300 mitgereisten SERC-Fans zumindest den ein oder anderen gelungenen Angriff ihrer Mannschaft. So in der 23. Minute, als Rob Hennigar die Scheibe zur Mirko Sacher spielte und dieser auf Peter Boon legte. Boon aber kam nicht zum Abschluss. Die Falken waren immer noch die überlegene Mannschaft und markierten in der 29. Minute das 3:0. Die Gastgeber waren schon wieder in Überzahl. Diesmal drückte Marcus Götz die Strafbank. Der Puck lief schnell und der starke Hackert hämmerte das Spielgerät erneut in den Schwenninger Kasten. Das war zumindest schon die Vorentscheidung. Einen schönen Angriff starteten die Schwäne in der 38. Minute. Sacher kam tatsächlich zum Abschluss, doch Falken-Schlussmann Kevin Nastiuk hatte keine Mühe.
In der 44. Minute vergaben zuerst Jason Pinizzotto und Alexander Dück gute Chancen, bevor Sacher die Querlatte traf. Eine Zeigerumdrehung schoss auch Pinizzotto an das Gestänge des Heilbronner Tores. Auf der anderen Seite musste Lang gegen Léveillé und Chris Capraro retten. Die Wildschwäne wollten noch etwas reißen, mussten aber wegen des Rückstands hohes Risiko gehen. Die Abwehrarbeit wurde vernachlässigen. Der starke Lang im Schwenninger Kasten stoppte immer wieder die Heilbronner bei ihren Breaks. In der 57. Minute war aber auch Lang geschlagen, Routinier Luigi Calce besorgte die endgültige Entscheidung. Am Sonntag sind die Wild Wings spielfrei. Tore: 1:0 (2. ) Léveillé (Fabio Carciola, Calce), 2:0 (14.) Hackert (Fabio Carciola, Calce), 3:0 (29.) Hackert (Walton, Adriano Carciola), 4:0 (57.) Calce (Adriano Carciola, Fabio Carciola); Strafen: Heilbronn 14 plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Baum und Fischer, Schwenningen zwölf plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Pinizzotto und Borzecki plus Matchstrafe Sleigher; Schiedsrichter Schukies (Herne); Zuschauer: 1675.
