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Eishockey, 2. Bundesliga 2. Eishockey-Bundesliga: Landshut und Bad Tölz vorerst raus

Paukenschlag bei Lizenzierung der Klubs für die 2. Eishockey-Bundesliga

Der neue Landshuter Geschäftsführer Jürgen Rumrich war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Der neue Landshuter Geschäftsführer Jürgen Rumrich war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Bild:

Eishockey, 2. Bundesliga: (wmf/wit) Dicke Überraschung in der 2. Eishockey-Bundesliga: Meister Landshut Cannibals erhält nach jetzigem Stand der Dinge für die kommende Spielzeit keine Lizenz, ebenso Aufsteiger Bad Tölz.

Die Nachricht schlug am späten Mittwochnachmittag ein wie eine Bombe: Der amtierende Meister der zweiten Bundesliga, der Traditionsklub Landshut Cannibals, erhält für die kommende Spielzeit keine Lizenz. Der Grund ist laut der Eishockey Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) ein fehlender Kooperationsvertrag zwischen der Landshuter Eishockey Spielbetriebs GmbH (LES) und dem Stammverein EV Landshut. Laut Mitteilung der ESBG bleibt den Cannibals nur noch der sportgerichtliche Weg, um in der kommenden Saison an der zweiten Bundesliga teilzunehmen.

Auch dem sportlichen Aufsteiger aus der Oberliga, den Tölzer Löwen, wurde die Lizenz für die zweite Bundesliga verweigert. Die Tölzer, die sich ohnehin unschlüssig waren, ob sie überhaupt in die zweite Bundesliga aufsteigen wollen und dies von der Wiedereinführung von Förderlizenzen für Nachwuchsspieler abhängig machten, sollen einige Fristen versäumt haben. Als erster Nachrücker kommt der sportliche Absteiger in die Oberliga, die Fischtown Pinguins Bremerhaven, in Betracht.

Zuständig für die Lizenzierung sind der Aufsichtsrat der ESBG und weitere Mitarbeiter des Deutschen Eishockey-Bundes, unter anderem DEB-Vizepräsident Manuel Hüttl. Die zweite Bundesliga würde im der kommenden Saison demnach aus zwölf Klubs bestehen, vorausgesetzt, Landshut und Bad Tölz spielen nicht mit, Bremerhaven rückt nach und Schwenningen bekommt nicht doch noch auf den letzten Drücker eine DEL-Lizenz.

Insider vermuten, dass die Ablehnung von Landshut ein Machtspiel zwischen dem neuen Alleingesellschafter der Cannibals, Rainer Beck und der ESBG beziehungsweise dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) darstellt. Beck hatte sich vor einer Woche öffentlich dafür ausgesprochen, dass die Zweitligisten künftig eine DEL II bilden sollten. Erst vor wenigen Tagen hatten die Cannibals drei neue Fanbeauftragte vorgestellt und der VIP-Raum war neu gestaltet worden. Der neue Geschäftsführer der Landshut Cannibals, der ehemalige SERC-Trainer Jürgen Rumrich, war gestern Abend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

SERC-Manager Stefan Wagner nahm zu der Lizenzverweigerung folgendermaßen Stellung: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass in punkto Lizenz für Landshut schon das letzte Wort gesprochen ist. Es ist schwer vorzustellen, dass bei Landshut ein hausinterner Vertrag dazu führt, dass es keine Lizenz gibt. Das sollte kein Problem sein, zumal die Frist ja bereits der 31. Mai war.“ Wagners Vermutung: „Bei der ganzen Geschichte könnte es sich um ein Scharmützel zwischen DEB-Präsident Uwe Harnos und Rainer Beck handeln.“

Dass Bad Tölz hingegen auch zu einem späteren Zeitpunkt keine Lizenz für die zweite Bundesliga erhält, davon geht Wagner aus. „Die Tölzer sind gar nicht gewillt, in der zweiten Bundesliga zu spielen. Sie sind gegenüber den anderen Zweitligisten nur mit Forderungen aufgetreten, und so geht es nicht.“

Bleibt die Frage: Muss sich Schwenningen überhaupt noch um die zweite Bundesliga kümmern oder rücken die Wild Wings vielleicht doch noch für Wackelkandidat Krefeld Pinguine in die DEL nach (wir berichteten)? Wagner dazu: „Ich habe von der DEL diesbezüglich bislang keine Rückmeldung. Wir sind in der Warteschleife.“

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