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Regionalsport Hochrhein Respekt, Sabine!

14.08.2012
Alter schützt vor Erfolgen nicht. Wie oft hat Sabine Spitz vor den Olympischen Spielen betont, dass sie nicht als Olympia-Touristin nach London fahren will.
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Die Weltelite sei zwar dichter geworden und eine Favoritin unter etwa zwölf bis 14 Kandidatinnen auf Gold nicht so einfach auszumachen, doch alles sei möglich. Bundestrainer Frank Brückner bremste die Euphorie und zählte Sabine Spitz nicht zu den Top-Favoritinnen auf den Sieg. Vielleicht eine Medaille. Zu den Favoriten zählte er eher Manuel Fumic und Moritz Milatz im Männer-Rennen. Fumic wurde letztlich Siebter, Milatz landete auf Rang 34. Sabine Spitz holte Silber. So kann's gehen.

„Es ist schon ein Genuss, mit 40 jene Kritiker Lügen gestraft zu haben, die nicht mehr an mich geglaubt haben“, sagte Sabine Spitz nach dem Rennen in der Mixed Zone, mit der Silbermedaille um den Hals. Ich selbst zählte nicht zu ihren Kritikern, doch gebe ich zu, dass ich skeptisch war. Eine Medaille eher nicht, vielleicht ein fünfter oder sechster Platz.

Sabine Spitz hat allen Kritikern und Skeptikern bewiesen, dass auch mit 40 noch lange nicht Schluss ist. Sie hat die Fähigkeit, sich konzentriert auf ein Ziel vorzubereiten, diesem Ziel alles unter zu ordnen und auf dem Weg dahin auch mal eigene Wege zu gehen. Nur einen Weltcup-Sieg hat sie bisher gefeiert, bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften ist sie aber stets in Bestform. Rudi Cerne bescheinigte ihr im Interview beim ZDF die Fähigkeit, als Sportlerin sehr „fokussiert“ zu sein. Nur ein Ziel im Blick und darauf hin arbeiten – das macht Sabine Spitz so schnell keiner nach.

Dazu zählt mentale Stärke und körperliche Fitness. „Diese Oberschenkel von Sabine Spitz sollten Sie einmal sehen“, rief Michael Pfeffer während der Live-Übertragung des Rennens im ZDF ins Mikro. Recht hat er: Auch ich habe diese Oberschenkel kurz vor der Deutschen Meisterschaft in Bad Säckingen gesehen und habe gleich gewusst: Die Frau ist fit für Olympia.

Die Erfolgsgeschichte der Sabine Spitz ist untrennbar mit Ralf Schäuble, ihrem Mann und Manager, verbunden. Beide haben die Sache gemeinsam durch gezogen. Eine Sportlerehe ist ja oft problematisch. Über was redet denn ein solches Paar in der Freizeit? Sicher über gemeinsame Hobbys – eben über Sport. Der Sport ist beider Leben. Er dominiert alles. Das ist schön in Erfolgsmomenten, aber auch belastend, wenn's mal nicht so rund läuft. Sabine Spitz und Ralf Schäuble haben diese belastenden Momente sicher schon erlebt. Verletzt war sie, sie wurde operiert an der Leiste. Viele dachten bereits an ein Karriereende. Aber sie machten gemeinsam ihr Ding mit Erfolg. Das verdient Respekt.

Was sie mit ihrem Mountainbike bereits alles erreicht hat ist außergewöhnlich. Bei Olympia konnte sie bereits Gold, Silber und Bronze gewinnen. Lesen Sie alles über die erfolgreiche Sportlerin in unserem Themenpaket.

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