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Regionalsport Hochrhein "Ein fixes Datum für mein Karriereende gibt es noch nicht"

14.08.2012
Nach Silber bei Olympia in London ist Mountainbikerin Sabine Spitz (40) aus Niederhof wieder in der Heimat gelandet. Dem SÜDKURIER erzählt sie, wie es für sie weitergeht.
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Frau Spitz, wie geht es Ihnen nach ihrem Erfolg?

Emotional fühle ich mich natürlich hervorragend, aber die vergangenen Tage in London habe ich nach dem Umzug ins Olympische Dorf und der Abschlussfeier wenig Schlaf abbekommen. Entsprechend bin ich müde.

Hatten Sie denn mit einem solchen Abschneiden gerechnet? Es gab ja auch viele Stimmen, die Ihnen das nicht zugetraut haben.

Ja, ich hatte ein gutes Körpergefühl und bin mit viel Selbstbewusstsein an die Sache heran gegangen. Dass ich es mit meiner Leistung vielen Leuten so richtig gezeigt habe, ist natürlich ein besonderes Schmankerl.

Beeindruckend war Ihre schnelle Reaktion nach dem Sturz. Kann man sich auf so etwas vorbereiten?

Das Verhalten in so einer Situation ist natürlich auch vom Verletzungsgrad abhängig. Mir ist zum Glück nichts passiert. Und auch das Fahrrad ist abgesehen von einigen Kratzern heilgeblieben. Ohnehin ist man bei einem so wichtigen Rennen so mit Adrenalin vollgepumpt, dass man das Schmerzempfinden weitgehend verdrängt.

Sie waren bei vier Olympischen Spielen dabei. Welche waren für sie die besten?

Vom Erlebnis war Olympia in Sydney 2000 der Höhepunkt. Da herrschte eine ganz besondere Atmosphäre, die wir aufgrund der frühen Anreise voll mitnehmen konnten. Aber die Goldmedaille in Peking toppt natürlich alles.

Und was nehmen Sie aus London mit?

Dass sich die Fans wahnsinnig mit Olympia identifiziert haben und alles perfekt organisiert war. In Peking hatte man den Eindruck, dass die Leute im Stadion für ihre Anwesenheit bezahlt wurden, was sich auf die Atmosphäre negativ ausgewirkt hat. Das war in London anders. Die Stimmung war einfach gewaltig.

Und wie geht es jetzt weiter?

Ein fixes Datum für mein Karriereende gibt es noch nicht. Jetzt werde ich mich vor allem auf die Cross-Country-WM und die Marathon-WM vorbereiten. Und wenn alles gut läuft, werde ich auch nächstes Jahr noch fahren. Motivation und Spaß sind nach wie vor da. Warum sollte ich da aufhören?

Haben Sie denn schon Pläne für danach?

Ja, mein Mann Ralf Schäuble und ich haben auch ein eigenes Mountainbike-Team, das er bisher weitgehend allein führt. Ich möchte ihm hier als Sportliche Leiterin verstärkt unter die Arme greifen. Im Idealfall gibt es einen fließenden Übergang.

Was sie mit ihrem Mountainbike bereits alles erreicht hat ist außergewöhnlich. Bei Olympia konnte sie bereits Gold, Silber und Bronze gewinnen. Lesen Sie alles über die erfolgreiche Sportlerin in unserem Themenpaket.

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