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Regionalsport SeeWest Viel Spaß trotz Auswärtspleite

21.05.2012
HSG Konstanz verliert letztes Saisonspiel gegen Herrenberg und beendet die Drittliga-Runde auf dem vierten Tabellenplatz

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Handball3. Liga

SG H2Ku Herrenberg

HSG Konstanz

36:28 (19:12)

Mit einer Niederlage beim Zweitliga-Absteiger Herrenberg beendet die HSG Konstanz die für sie so erfolgreich verlaufene Handballsaison 2011/12 und nimmt damit Platz vier in der Abschlusstabelle ein. Auch bei einem Erfolg in der Herrenberger Markweghalle wäre es den Konstanzer Handballern nicht mehr möglich gewesen, die SG Köndringen-Teningen vom dritten Tabellenrang zu verdrängen, da die Breisgauer ihre zeitgleich in der Balinger Sparkassen-Arena ausgetragene Begegnung gegen den HBW Balingen-Weilstetten II gewannen und damit sowohl über das bessere Torverhältnis verfügt, als auch den direkten Vergleich für sich entschieden hatten.

„Eigentlich war die Partie für uns nach einer Viertelstunde beim 2:9 schon gelaufen“, kommentierte HSG-Coach Daniel Eblen die Niederlage recht nüchtern. „Wir waren in der Anfangsphase weder in der Abwehr noch im Angriff wach genug“, sagte Eblen. Er monierte die mentale Frische der Mannschaft, konnte dieses Defizit aber angesichts einer kräftezehrenden Saison, in welcher mit zum Teil großartigem kämpferischen Einsatz schon verloren geglaubte Spiele noch umgebogen wurden, irgendwie auch nachvollziehen. „Gerade im Angriff haben wir gegen die offensive 3-2-1-Deckungsformation Herrenbergs zu lange für unsere Entscheidungen gebraucht und dann manchmal auch noch genau die falsche Entscheidung getroffen. Kurzum: Wir hatten im Spiel nicht die richtigen Antworten parat,“ sagte Eblen, dessen im Vorfeld geäußerter Wunsch, „möglichst frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen“, sich umgekehrt erfüllte.

Allerdings hatte Daniel Eblen, der zum Saisonabschluss mit Patrick Glatt und Marc Hafner nochmals zwei Stammspieler hatte ersetzen müssen, sowieso dem Spaßfaktor oberste Priorität eingeräumt. Der mit Kai Mittendorf, Maximilian Wolf und Alexander Lauber recht zahlreich auf der Konstanzer Wechselbank vertretene Nachwuchs bekam über das übliche Maß hinausgehende Einsatzzeiten. Der während der Saison zum Linksaußen vom Dienst erkorene Sebastian Groh durfte sich verstärkt am Kreis beweisen und Bruder Tobias Eblen bekam in seinem letzten Spiel für die Konstanzer in den letzten zehn Minuten noch die Gelegenheit, den einzigen „weißen Fleck“ seiner Handballkarriere bei der HSG zu schließen und wechselte ins Tor. „Dort hat er sogar zwei Bälle gehalten und einen in bester Torhütermanier am Tor vorbei geschaut“, lobte Daniel Eblen.

Die Konstanzer fanden dann trotz des unbefriedigenden Spielstands doch noch Möglichkeiten, sich zu amüsieren und trugen mit ihrem entspannten Auftritt gleichzeitig dazu bei, dass der im Dezember am Konstanzer Schänzle noch hitzig mit Haken und Ösen sowie einer roten Karte ausgetragene Vergleich der beiden Teams keine Fortsetzung fand. Denn am hohen Rückstand aus der Anfangsviertelstunde änderte sich im Verlauf der Partie so gut wie nichts mehr, was den Hausherren einen einigermaßen versöhnlichen Saisonabschluss bescherte und die HSG-Akteure ohne ernsthafte Blessuren wieder den Weg zurück an den See antreten ließ. „Schade, das sich in einem solchen Spiel mit Tobias Hold doch noch ein Spieler scheinbar ernsthaft am Knie verletzt hat“, bedauerte Daniel Eblen, der Genesungswünsche an die Adresse der in dieser Hinsicht nicht ganz so glücklichen Gastgeber schickte.

HSG Konstanz: Marques, Wolf (Tor); Babik (1), Bruderhofer (4), Eblen (2/2), Faißt (4), Flockerzie (1), Gessler, Groh (7), Junker (1), Lauber (2), Mittendorf, Schatz (6/2), Schoch.

Die Handballer der HSG Konstanz spielen erfolgreich in der dritten Bundesliga. Spielberichte, Analysen und Geschichten über die Mannschaft finden Sie in unserem Themenpaket.

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