FC Singen 04 – FSV Bissingen (Samstag, 15.30 Uhr, Hohentwielstadion). – Der FC Singen 04 hat einen neuen Trainer: Gestern Abend wurde der Mannschaft Daniel Wieser vorgestellt. Wieser hat zuletzt mit großem Erfolg die Oberliga A-Jugend des SC Pfullendorf betreut. „Er hat mit dem A-Schein die fachliche und nach unserer Überzeugung auch die persönliche Qualifikation, um unsere Mannschaft aus der schwierigen sportlichen Situation herauszuführen“, sagte Singens Vorsitzender Roland Grundler gestern Abend auf Anfrage des SÜDKURIER.
In den beiden Partien nach der Demission des Ex-Trainers Slobodan Maglov konnte kein Erfolgserlebnis gefeiert werden. „Selbstverständlich haben wir uns das anders vorgestellt“, gibt Frank Renz, zweiter Vorsitzender des FC Singen 04, zu Protokoll, „allerdings spielten wir bislang praktisch nur gegen Vereine, die sich im oberen Tabellendrittel befinden“. Dies soll zwar nicht als Entschuldigung dienen, man müsse die gegenwärtige Situation aber schon differenziert betrachten, so Renz.
Erfolge sollten jetzt aber, vielleicht mit frischem Elan durch den neuen Trainer, gegen direkte Konkurrenten eingefahren werden, nachdem gegen die Top-Mannschaften nichts zu holen war. Ein Gegner auf Augenhöhe, zumindest auf dem Papier, kommt am Wochenende ins Hohentwielstadion. Der kommende Gegner aus Bissingen ist Mitaufsteiger, hat aber immerhin schon neun Punkte auf der Habenseite. Es zeigen sich durchaus Parallelen zum FC Singen 04. Die neun Punkte wurden allesamt gegen Vereine aus dem unteren Tabellendrittel geholt.
Niederlagen gab es gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte. Auch das Saisonziel bei den Württembergern ist das gleiche wie unterm Hohentwiel. Als Neuling in der Oberliga möchte man sich im technischen und taktischen Bereich an die neue Spielklasse anpassen, dabei einen ansehnlichen Offensivfußball zeigen und am Ende eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld einnehmen. „Oberste Priorität hat dabei der Nichtabstieg“, wurde zu Beginn der Runde als Ziel ausgegeben. Im Duell der Aufsteiger hat der FC Singen 04 allerdings personelle Sorgen: Ausgerechnet jetzt fällt Abwehr-Routinier Wolfgang Narr berufsbedingt aus. „Das ist natürlich ein herber Verlust für uns, den wir nur schwer und nur mit vereinten Kräften kompensieren können“, sagt Kapitän Kürsat Ortancioglu. Weiterhin verzichten müssen die Singener auch auf Rahman Soyudogru, der an einer komplizierten Knieverletzung laboriert. Dennoch wollen die Hohentwieler den ersten Dreier der Saison einfahren und endlich die Wende einleiten. Für den würdigen Rahmen ist jedenfalls gesorgt. Vor und nach dem Spiel findet im Hohentwielstadion ein Herbstfest statt, zudem soll den Singener Fans der neue Trainer vorgestellt werden. (mab)
