Der Skoda-Cup beim SV Allensbach ist ein bisschen wie ein Klassentreffen. Jedes Jahr im Hochsommer treffen sich zehn Mannschaften, um sich in der sengenden Hitze der Riesenberghalle auf die Saison vorzubereiten. Meist sind dabei gute Bekannte unter sich. Acht der Teams, die an diesem Wochenende mit dabei sein werden, spielten bereits in der vergangenen Saison um den Turniersieg. Neu am Start sind die Erstligisten LK Zug aus der Schweiz sowie TuS Metzingen aus Deutschland. Neben den Metzingerinnen, die sich als Erstliga-Aufsteiger mit der ungarischen Spitzenspielerin Annamaria Ilyes verstärkten, wird der Skoda-Cup-Titelverteidiger FA Göppingen die deutsche Eliteliga vertreten. Die Göppingerinnen scheiterten zuletzt im Playoff-Viertelfinale am späteren deutschen Vizemeister Buxtehude.
Im kommenden Jahr international spielen werden die beiden Schweizer Vereine, die am Wochenende in der Riesenberghalle an den Start gehen: der LK Zug und Spono Nottwil. Zug belegte in der vergangenen Saison den dritten Platz, Nottwil wurde Vizemeister in der Schweiz hinter dem LC Brühl St. Gallen.
Für den SV Allensbach sind auch die Zweitligisten HSG Bensheim-Auerbach und FSV Mainz 05 zwei alte Bekannte. Für den Allensbacher Manager Manfred Lüttin zählen die Hessinnen aus Bensheim-Auerbach, die zuletzt nur knapp am Aufstieg gescheitert waren, „zu den Favoriten in der 2. Bundesliga“. Die Mainzerinnen, die sich mit Julia Löbich und Theresa Köhler aus Ketsch gut verstärkt haben, sind nach dem Gewinn der Meisterschaft in der 3. Liga Süd künftig auch in der zweiten Liga zuhause.
Zwei frühere Konkurrenten des SV Allensbach spielen in dieser Saison nicht mehr im Süden, sondern in der 3. Liga West: der TuS Neunkirchen um Torjägerin Aleksandra Jelicic und die TSG Ketsch, die als Zweitligist keine Lizenz mehr beantragt hatte. „Ich habe die Ketscherinnen beim Turnier in Echterdingen gesehen, da haben sie sich mit ihrer jungen Mannschaft respektabel verkauft“, sagt Lüttin.
Aus der 3. Liga Süd sind noch die HSG Freiburg um den Ehinger Trainer Ralf Wiggenhauser sowie die Gastgeberinnen am Start. Für den SV Allensbach mit seinem neuen Trainer Karl-Heinz Herth wird das Heimturnier ein erster Gradmesser im Hinblick auf die kommende Saison. „Es sind ein paar Mannschaften dabei, die wir schlagen können und ein paar, die wir schlagen müssen“, sagt Herth über das stark besetzte Teilnehmerfeld. Gerade in Spielen gegen höherklassige Teams zeige sich, wo es noch etwas zu verbessern gebe. „Gegen schwächere Mannschaften kann man seine Schwächen eher kaschieren“, sagt Herth, dem die Arbeit mit seinem neuen Team Spaß macht. „Mir gefällt es hier unheimlich gut. Die Zusammenarbeit mit Management und Co-Trainer ist gut, die Mädels sind alle nett und im Training voll dabei“, sagt er.
Nach dem guten Auftritt beim Turnier in Altbach, der mit Platz zwei belohnt wurde, hat der SV Allensbach an diesem Wochenende beim 14. Skoda-Cup die Gelegenheit, dem eigenen Publikum zu zeigen, wie weit er ist. Die Spiele beginnen am Samstag um 11 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Das Endspiel wird um 15.45 Uhr angepfiffen.
