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11.10.2012  |  von Markus Waibel  |  0 Kommentare

Regionalsport SeeWest Daniel Wieser: „Am Ende ziehe ich einen Strich“

Seit knapp zwei Wochen hat der FC Singen 04, Schlusslicht in der Fußball-Oberliga, einen neuen Trainer. Der SÜDKURIER bat Daniel Wieser um ein erstes Fazit.
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Seit knapp zwei Wochen hat der FC Singen 04, Schlusslicht in der Fußball-Oberliga, einen neuen Trainer. Der SÜDKURIER bat Daniel Wieser um ein erstes Fazit.

Herr Wieser, wie ist Ihr Eindruck von der Mannschaft?

Sehr gut. Die Spieler, das habe ich in den vergangenen zwei Wochen festgestellt, sind offen für Neues, sind bereit, Vorgaben umzusetzen. Das ist wichtig, wenn man wie ich einen klaren Plan verfolgt.

Und wie lautet dieser Plan?

Ich will, dass die Automatismen greifen, dass die Spieler in jeder Situation eine Antwort parat haben. Auf jede Aktion des Gegners sollte eine Reaktion kommen. Der eine Spieler kann das schneller umsetzen, der andere braucht etwas länger. Bis da alles zusammenpasst, braucht es seine Zeit.

Zeit, die man nicht hat, wenn man abgeschlagen am Tabellenende steht. In den nächsten sechs Spielen geht es fast nur gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel. Haben Sie jetzt den Druck, eine Serie starten zu müssen?

Die Spieler unter Druck zu setzen, wäre fatal in dieser Situation. Natürlich sollte eine Serie her, um nicht ganz chancenlos zu sein. Wir setzen alles dran, jetzt Punkte zu sammeln, da fast nur Mannschaften warten, die zu schlagen sind. Die meisten haben zwar gute Individualspieler, aber die haben wir auch, wenn sie denn ihr Potenzial abrufen.

Also ist die Liga nicht eine Nummer zu groß für den FC Singen 04, wie der Blick auf die Tabelle vermuten lässt?

Das ist eine gute, eine starke Liga. Viele der Mannschaften ohne große Namen wie Nöttingen oder Walldorf profitieren von den fußballerischen Ballungszentren rund um Stuttgart und Karlsruhe. Die haben einige hervorragend ausgebildete Talente von den dortigen Topvereinen. Aber wir haben auch junge Spieler mit guter Ausbildung, die ebenfalls von guten Vereinen gekommen sind wie Gino Pace, Alexander Gorte, René Greuter, Mustafa Akgün, Wolfgang Narr, Timo Scherer, Sven Körner oder Fabian Wilhelmsen. Nicht zu vergessen Rahman Soyodogru, der aus dem Internat des SC Freiburg kommt und DFB-Juniorennationalspieler ist. Leider ist Rahman noch verletzt. Er ist zwar auf dem Weg der Besserung, ich will ihn aber ganz behutsam aufbauen.

Die Arbeit mit jungen Spielern ist ja nichts Neues für Sie nach sechs Jahren als Jugendtrainer beim SC Pfullendorf.

Nein, auch der Altersunterschied ist nur gering. Und als Lehrer, wenn man das mal vergleichen will, spielt es keine große Rolle, ob man 18-Jährige unterrichtet oder 21-Jährige. Wichtig ist, dass die „Schüler“ lernen wollen. Und das ist hier definitiv der Fall.

Wäre ein Abstieg in Ihrem ersten Jahr als Aktiventrainer ein schwarzer Fleck in Ihrer Vita?

Zum einen beschäftige ich mich mit dem Thema Abstieg nicht wirklich – ich denke von Spiel zu Spiel, und am Ende ziehe ich einen Strich. Zum anderen kann ich nicht beurteilen, ob sich das negativ auswirkt. Wenn keine positive Entwicklung eingetreten ist, vermutlich schon. Niederlagen bringen dich zwar weiter, aber der Fußball ist halt ergebnisorientiert – am Ende bewerte ich meine Arbeit auch an Ergebnissen.

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