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Regionalsport SeeOst Moculescu: „Das Beste in der Saison“

09.05.2011
VolleyballBundesligaVfB Friedrichshafen(25:14, 25:19, 23:25, 25:22)SCC Berlin3:1Der VfB Friedrichshafen ist zum zwölften Mal deutscher Meister, und zum siebten Mal hintereinander. Am Samstagabend gewann das Team von Trainer Stelian Moculescu auch das dritte Spiel gegen den SCC Berlin (best of five) vor 3700 begeisterten Zuschauern.Stelian Moculescu verfolgt seit ein paar Monaten das Einschlagen der Mannschaften auf der Position 1, also inmitten der Schmetterbälle der jeweiligen Gegner.
„Das Beste in dieser Saison“

Jubel ohne Grenzen: Die Spieler des VfB Friedrichshafen mit dem Objekt der Begierde, der Meisterschale.  Bild: Bild: Fischer

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Als wolle er damit seinen Jungs signalisieren: Seht her, ihr braucht euch vor denen auf der anderen Netzseite nicht zu fürchten. Natürlich stand der Friedrichshafener Trainer auch am Samstagabend an der Grundlinie und schaute vor dem ersten entscheidenden Spiel um die Deutsche Volleyballmeisterschaft dem SCC Berlin beim Aufwärmen zu.

Die Geste des Trainers hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Nichts war zu spüren vom großen Druck, der Chance, vor heimischem Publikum die Meisterschale präsentieren zu können. Nichts war zu spüren von Nervosität und Verkrampftheit. Selbstbewusst bis in die Haarspitzen traten Lukas Tichacek (Zuspiel), Kapitän Joao José, Marcus Böhme (beide Mittelblock), Jeroen Trommel, Milos Vemic (beide Annahme und Außenangriff), Adrian Radu Gontariu (Diagonale) und Libero Nikola Rosic auf, kauften schon mit den ersten Ballwechseln den Berlinern den Schneid ab. „Das war das Beste in dieser Saison“, schwärmte Moculescu hinterher von dieser Vorstellung seiner Mannschaft. Obwohl „das erste eine Meisterschaft entscheidende Spiel vor eigenem Publikum stets ein undankbares“ (Moculescu) ist, hatte sich der VfB Friedrichshafen nicht beirren lassen. Zwei Sätze lang agierten die blau-weißen Volleyballer wie aus einem Guss. Alles klappte. Die Berliner konnten einem schon ein wenig leidtun. „Nach den beiden so enttäuschend verlaufenen Finalpartien waren wir mental platt“, nannte SCC-Trainer Mark Lebedew einen weiteren Grund für die Friedrichshafenener Volleyballdemonstration. Knochentrocken, beinhart und gnadenlos nutzten die VfB-Volleyballer jeden freien Zipfel im löchrig gespielten SCC-Verbund, hämmerten Ball um Ball ins gegnerische Quadrat.

„Für mich war nicht überraschend“, sagte der Friedrichshafener Ko-Trainer, stolz seine Goldmedaille um den Hals tragend, „dass wir diese klasse Vorstellung im dritten Satz nicht wiederholen konnten.“ Jetzt lief es plötzlich beim Titelverteidiger bei Weitem nicht mehr so geschmiert. „Vielleicht waren wir angesichts des nahen Sieges nun gehemmt“, meinte Quell. Schon möglich, aber auch der SCC Berlin kann Volleyball spielen. „Als wir dann unseren Rhythmus gefunden haben“, Lebedew übrigens trug seine Silbermedaille nicht um den Hals, „da war es zu spät.“ Deshalb durften die Spieler am Ende einer „ordentlichen Saison“ (Moculescu) mit den Fans in der ZF-Arena nach einem „sehr emotionalen Play-off“ (Moculescu) ausgelassen, lautstark und feuchtfröhlich den zwölften Titel der Vereinsgeschichte feiern. Stelian Moculescu wird's verschmerzen, dass er nun einige Wochen und Monate ohne Einschlagen auf der Position 1 auskommen muss.

Live-Ticker: VfB Friedrichshafen ist Deutscher Meister!

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