Friedrichshafen gewann mit 3:2 (25:20, 22:25, 25:19, 15:25, 15:13).
Vor 40 Jahren stand VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu genau an diesem Ort und spielte die Bälle über das Netz. „Ich denke immer an das zurück“, sagt er, „was hier vor Jahren geschehen ist, und ich bin dankbar, dass alles so funktioniert hat.“ Mit der rumänischen Nationalmannschaft hatte Moculescu 1972 an den Olympischen Spielen teilgenommen und sich danach nach Deutschland abgesetzt. Zum Jubiläum des Münchner Olympiaparks kehrte Moculescu mit seinen Spielern nun an jenen Ort des Geschehens zurück. Vizemeister Generali Haching hatte zum ersten Vergleich der Saison geladen, den der VfB mit kleinem Kader bestritt.
„Die Spieler kommen jetzt erst nach und nach an den See, sodass wir noch nicht viel gemeinsam trainiert haben“, sagte Moculescu. „Dennoch bin ich zufrieden mit der Leistung. Natürlich kann man aus diesem Spiel jetzt noch keine Schlüsse ziehen, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“
Neben Zuspieler Juraj Zatko begann Moculescu mit Idi und Victor Batista als Außen-Annahme-Spieler sowie Libero Nikola Rosic und den Mittelblockern Max Günthör und Matthew Denmark. Als Diagonalangreifer rückte der Ex-Häfler Christian Pampel in den Kader, der die Sommerpause in Friedrichshafen verbringt. „Wir trainieren seit einer Woche“, sagte Günthör nach dem Schlusspfiff, „da kann man noch kein perfektes Spiel erwarten.
“ Sowohl im Aufschlag, der oft noch unpräzise über das Netz kam, als auch in der Annahme, bei der es oft an der Abstimmung fehlte, hatten die Häfler einige Probleme. Dies tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. „Ich trainiere seit Freitag mit und es gilt erst mal uns gegenseitig kennen zu lernen, damit wir wissen wie der andere reagiert“, so Günthör.
Da auch Haching erst am Anfang der Vorbereitung steht und ebenfalls mit kleinem Kader antrat, spielten beide Teams lange Zeit auf gleichem Niveau. Die zahlreichen Zuschauer in der kleinen Olympiahalle waren vor allem begeistert von den langen Ballwechseln, in denen sich keine der beiden Mannschaften aufgab und ein ums andere Mal um den Ball kämpfte. „Heute ging es darum, sich und die Sportart Volleyball der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagte VfB-Manager Stefan Mau nach der Partie. „Wir haben guten Volleyball gezeigt und die Zuschauer begeistern können. Das war uns wichtig.“
VfB Friedrichshafen: Juraj Zatko, Nikola Jovovic, Nikola Rosic, Idi, Victor Batista, Max Günthör, Matthew Denmark, Christian Pampel.
Im SÜDKURIER-Themenpaket zu den Volleyballern vom VfB Friedrichshafen finden Sie alle Berichte, Bilder und mehr rund um den mehrfachen Deutschen Meister, Pokalsieger und Champions Leage-Teilnehmer.
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