Der in der Meisterschaft führende Silberpfeil-Pilot Gary Paffett (England) sei in den vorigen drei Rennen «zweimal rumgedreht» worden. «Das gefällt mir nicht», schimpfte Haug vor dem achten von zehn Saisonläufen am Sonntag in Oschersleben. Der 59-Jährige rechnete hoch, dass die Kollisionen den DTM-Sieger von 2005 «um die 30 Punkte gekostet» haben.
Zuletzt war Paffett, der die Gesamtwertung mit 109 Punkten vor seinem Team-Kollegen und Landsmann Jamie Green (93) anführt, in Zandvoort mit BMW-Fahrer Martin Tomczyk kollidiert und nur Siebter geworden. Vorjahressieger Tomczyk, der mit 69 Punkten nur noch theoretische Chancen auf die Titelverteidigung hat, wird daher in Oschersleben um fünf Startplätze zurückversetzt.
Nach den Siegen von BMW-Pilot Bruno Spengler (Kanada/91) auf dem Nürburgring und Audi-Konkurrent Edoardo Mortara (Italien/74) ist Paffett vor dem drittletzten Saisonlauf unter Druck geraten. Spengler betonte schon einmal, dass er in Oschersleben bereits dreimal auf dem Podium stand. «Ich mag den Kurs», erklärte der Gesamt-Dritte. Auch bei Audi herrscht nach dem Dreifachsieg in Zandvoort wieder großer Optimismus. Mortara hofft nun auf «ein weiteres Top-Resultat».
Norbert Haug glaubt derweil nicht an eine Vorentscheidung, auch wenn die mit einem dritten Saisonsieg von Paffett und schwachen Ergebnissen der Rivalen möglich wäre. «In aller Regel kommt es so nicht. Dazu ist das Feld auch zu dicht besetzt», meinte Haug.
