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Moskau (dpa) DTTB-Teams bei WM ohne Fehl und Tadel

25.05.2010
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Deutschlands Tischtennis-Teams haben mit einer Leistung ohne Fehl und Tadel das Tor zum Viertelfinale bei der Mannschafts-WM in Moskau weit aufgestoßen. Auch am dritten WM-Tag setzten sie die Siegesserie fort.

Die Herren mit Timo Boll an der Spitze besiegten Kroatien glatt mit 3:0, und die Damen feierten mit dem glänzend herausgespielten 3:1 gegen Spanien ebenfalls den dritten Sieg im dritten Vorrundenspiel. «Das gibt uns Auftrieb, aber die schwierigen Spiele liegen noch vor uns», warnte DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig trotz makelloser Bilanz vor verfrühtem Jubel.

Im Kampf um den wichtigen Gruppensieg sind nun Japan bei den Herren und Singapur bei den Damen hohe Hürden für die Vertretungen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Nur die vier Gruppenersten ziehen direkt ins Viertelfinale ein. «Wir haben gegen die Kroaten schon eine Schippe drauf gelegt. Gegen Japan müssen es noch zwei oder drei mehr sein. Wir wollen unbedingt Erster werden, um China lange aus dem Weg zu gehen», sagte der deutsche Einzelmeister Christian Süß.

«Gegen Japan müssen wir allen geben, das wird ein großes Spiel», erklärte Boll. Der Weltranglisten-Dritte gab gegen Kroatien den einzigen Satz ab. Er hat sich noch nicht optimal mit der riesigen Halle und den neuen Bällen angefreundet. «Es geht alles etwas langsamer», erklärte der 29-jährige Linkshänder. Mut macht dem Europameister-Team die Erinnerung an den 3:2-Sieg gegen Japan im dramatischen Olympia-Halbfinale 2008 in Peking.

Die Japaner mit dem ehemaligen Düsseldorfer Bundesliga-Akteur Jun Mizutani sind in Moskau ebenfalls noch unbesiegt. «Das ist ein 50:50-Match. Die Japaner sind noch stärker als bei Olympia», sagte Bundestrainer Richard Prause zu dem Schlüsselspiel. Bei einer Niederlage müssten Boll und Co. eine «Strafrunde» im Achtelfinale absolvieren und könnten bei einer ungünstigen Auslosung bereits im Viertelfinale auf Titelverteidiger China treffen.

Dieses Los droht auch den DTTB-Damen. Sie setzten gegen Spanien, das wie viele andere europäische Teams mit zwei gebürtigen Chinesinnen antrat, den unerwarteten Siegeszug fort. Europameisterin Jiaduo Wu (Kroppach/2) und Kristin Silbereisen (Busenbach/1) tankten mit ihren Siegen jede Menge Selbstvertrauen für das Match gegen den Gruppenfavoriten Singapur. «Wir sind Außenseiter, aber nicht ohne Chancen», sagte Damen-Bundestrainer Jörg Bitzigeio.

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