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Kiel (dpa) Keine Klarheit in Kieler Handball-Affäre

16.03.2010
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In der angeblichen Manipulationsaffäre rund um den deutschen Handball-Meister THW Kiel gibt es auch ein Jahr nach Bekanntwerden der Vorwürfe keine Klarheit.

Zwar hat die Kieler Staatsanwaltschaft Anklage unter anderem wegen Betrugs und Untreue gegen den ehemaligen Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic erhoben, ob aber ein Hauptverfahren eröffnet wird, ist ungewiss.

Derzeit läuft das sogenannte Zwischenverfahren am Kieler Landgericht. Dieses wird noch mehrere Wochen dauern. Schwenker und Serdarusic haben nach einer Fristverlängerung bis zum 1. April Zeit, zur Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Stellung zu beziehen und Beweise zu ihrer Entlastung vorzulegen. Nach Abschluss des Zwischenverfahrens wird über ein mögliches Hauptverfahren entschieden. «Wenn die Strafkammer eine Verurteilung für wahrscheinlich hält, dann wird sie ein Hauptverfahren eröffnen», sagte Susanne Bracker, Pressesprecherin des Landgerichts, am Dienstag.

Dem früheren Erfolgs-Duo des THW Kiel wird vorgeworfen, das gewonnene Finale der Champions League 2007 gegen den Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt durch Schiedsrichterbestechung manipuliert zu haben. Die Flensburger behalten sich Schadenersatzansprüche vor, falls Manipulation nachgewiesen wird. Schwenker und Serdarusic bestreiten die Vorwürfe. Auch der Europäische Handball-Verband (EHF) macht Konsequenzen vom Ausgang des Verfahrens abhängig. Der THW hatte für den Gewinn der Champions League eine Prämie von 320 000 Euro von der EHF erhalten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten Betrug zum Nachteil der EHF und der SG Flensburg-Handewitt vor.

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