Nur der Engländer Graeme Storm war bei der mit 1,8 Millionen Euro dotierten Veranstaltung der Europa Tour mit 63 Schlägen besser. Kaymer hatte das Turnier in Hilversum 2010 gewonnen.
«Es ist toll, so eine Runde zu spielen. Etwas von der harten Arbeit wird einem dann zurückgezahlt. Es ist immer schön, wenn du weißt, dass du etwas Gutes getan hast», sagte Kaymer nach der Runde. Anfang August hatte sich der Major-Sieger von 2010 nach einer bis dahin enttäuschenden Saison in seine US-Wahlheimat in Scottsdale/Arizona zurückgezogen und mit seinem Trainer Günter Kessler hart an seiner Technik gearbeitet.
Drei Wochen vor dem Ryder Cup in den USA war Kaymer im Hilversumsche Golf Club mit Europa-Kapitän José Maria Olazabal und seinem Teamkollegen Nicolas Colsaerts aus Belgien auf die Runde gegangen. Colsaerts, der von Olazabal eine Wildcard für den Kontinentalvergleich erhalten hatte, spielte eine Par-Runde, während der Spanier die ersten 18 Löcher mit 71 Schlägen beendete.
Für die drei anderen deutschen Profis im Feld verlief der Tag durchwachsen. Alex Cejka und Jochen Lupprian benötigten jeweils 71 Schläge. Sven Strüver, der Sieger der Dutch Open von 1997, muss sich nach 77 Schlägen zum Auftakt nun in der zweiten Runde gewaltig steigern, um noch die Qualifikation für das Wochenende zu schaffen.
