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Das Luftraum-Chaos über Durban hat für einen deutschen WM-Touristen ein gerichtliches Nachspiel. Aus Sorge um das rechtzeitige Eintreffen zum Halbfinalspiel Deutschland-Spanien hatte er sich bei der Landung in Port Elizabeth mit dem Kabinenpersonal seines Fliegers angelegt.

Er war auf dem Flughafen festgenommen und später gegen Kaution freigelassen worden. Dem Mann wird ein tätlicher Angriff zur Last gelegt. Sein Flugzeug hatte sich auf dem Weg nach Durban befunden, war dann aber wie viele andere Verkehrsmaschinen wegen der Luftraumsperrung über dem King Shaka-Airport umdirigiert worden.

Teilweise sollen sich nach Medienberichten mehr als 40 Flugzeuge in der Warteschleife befunden haben - Hunderte WM-Fans verpassten so das Spiel. Die Regierung hat sich in der Zwischenzeit entschuldigt für das entstandene Luftverkehrs-Chaos. Das Organisationskomitee (OK) kündigte am Freitag eine «Goodwill-Geste» für Fans an, die im Besitz von Tickets des FIFA-Partners Match waren und das Spiel verpasst haben. Eine Sprecherin des staatlichen Flughafenbetreibers ACSA versprach einen Entschädigungsfonds in Höhe von 400 000 Rands (43 000 Euro). Eine der betroffenen Fluggesellschaften, Comair, wertete das jedoch als ungenügend und kündigte im Namen der betroffenen Passagiere eine Sammelklage gegen ACSA an.

Die Sperrung wurde von den Behörden mit einem «unerwarteten Ansturm» von VIP-Flugzeugen begründet, deren Piloten ihre Maschinen nicht zum Parken auf den geschlossenen alten Flughafen der Stadt überführen wollten. Der nationale Verkehrspiloten-Verband wies diese Kritik jedoch mittlerweile zurück und betonte, er habe schon vor zwei Jahren vor einer solchen Situation gewarnt. Auf dem mittlerweile vom Militär übernommenen alten Airport gebe es gar keine Infrastruktur mehr für die vielen Jets. Die Linienflugzeuge hätten gültige Landerechte gehabt. Stattdessen seien jedoch die VIP-Flieger bevorzugt worden.

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