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Berlin (dpa) Löw warnt vor Schlampigkeit - Vertrag zum Fest?

07.12.2009
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Die Fixpunkte für das Unternehmen Titelgewinn stehen - jetzt nimmt Joachim Löw seine WM-Kandidaten in die Pflicht. Nach der Rückkehr von der Auslosung in Kapstadt wird der Bundestrainer den Fokus wieder intensiver darauf richten, «was sportlich passiert», betonte Löw.

27 Wochen vor dem WM-Start warnte er seine Spieler schon einmal vor Nachlässigkeiten bei ihrer ganz persönlichen Vorbereitung. «Vor der WM müssen wir darauf schauen, dass alle Spieler topfit sind, um auf dieser Basis ihre taktische Qualität ausspielen zu können. Schlampigkeiten werden nämlich irgendwann bestraft», erklärte Löw in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Nach dem WM-Quartier in Centurion vor den Toren Pretorias, den Gruppen-Kontrahenten Australien, Serbien und Ghana sowie den Spielorten Durban (13. Juni), Port Elizabeth (18. Juni) und Johannesburg (23. Juni) steht mit dem 6. Juni 2010 nun auch das WM-Anreisedatum für das DFB-Team definitiv fest. Die sportliche Leitung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat zudem bereits ihre Vorstellungen über die Wunsch-Gegner in der unmittelbaren Turnier- Vorbereitung an DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach übermittelt, der nun an der Umsetzung arbeitet.

«Die Tendenz geht dahin, gegen europäische Mannschaft zu spielen, die von ihrem Stil her unseren Vorrunden-Gegnern ähneln», bestätigte Teammanager Oliver Bierhoff. Irland, Schottland und Wales könnten ebenso auf der Liste der Sparrings-Partner stehen wie Kroatien und Bosnien. Dagegen werde es einen Test gegen ein afrikanisches Team als Probelauf für das WM-Gruppenspiel gegen den viermaligen Afrika-Meister Ghana wohl nicht geben, bemerkte Bierhoff auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Unabhängig vom Europa-League-Finale am 12. Mai kommenden Jahres in Hamburg, dem DFB-Pokal-Endspiel am 15. Mai in Berlin und dem Champions League-Finale am 22. Mai in Madrid will Löw seinen WM-Kader schon kurz nach dem letzten Bundesliga-Spieltag am 8. Mai versammeln. «Selbst wenn aufgrund von Verpflichtungen für ihre Vereine nicht alle WM-Kandidaten sofort bei der Vorbereitung anwesend sein können», werde dieser Plan derzeit verfolgt, verriet Bierhoff.

Rund 30 Spieler plus Torhüter will Löw zum Fitnesstest Ende Januar einladen. Auch während der rund vierwöchige WM-Vorbereitung werde ein absoluter Schwerpunkt auf der Fitness liegen, «um noch ein paar Prozentpunkte mehr herauszukitzeln», bemerkte Löw und räumte bereits jetzt Talenten wie Mesut Özil, Sami Khedira, Marko Marin und Jerome Boateng sehr gute Aussichten im WM-Jahr ein. «Wir brauchen in der Nationalmannschaft den konsequenten Einbau von jungen Spielern», unterstrich der Bundestrainer, «und zwar vor den großen Turnieren». Diese Spieler hätten zwar nicht die Erfahrung älterer Profis, «aber sie bringen eine hochwillkommene Dynamik in die Mannschaft.»

Für sich selbst will Löw in den nächsten Tagen die Bedingungen über einen neuen Vertrag über die WM 2010 hinaus ausloten. In einem Gespräch noch vor Weihnachten möchte der Bundestrainer mit DFB- Präsident Theo Zwanziger über die Perspektiven der Nationalelf, die Visionen und die Rückendeckung für sein eigenes Konzept sprechen, hatte Löw angekündigt. Vielleicht gibt es ja schon zum Fest ein Geschenk in Form eines neuen Kontraktes für den 49-Jährigen.

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