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27.10.2010  |  von  |  0 Kommentare

Offenbach (dpa) BVB im Pokal raus: Offenbach schafft Sensation

Die «Himmelsstürmer» von Borussia Dortmund sind im DFB-Pokal aus allen Wolken gefallen. Der Tabellenzweite der Fußball-Bundesliga musste in der zweiten Runde beim Drittliga-Tabellenführer Kickers Offenbach überraschend mit 2:4 nach Elfmeterschießen die Segel streichen.

Heiße Szene im Dortmunder Strafraum.



Heiße Szene im Dortmunder Strafraum.

Der BVB kann sich nun ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Vor 25 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg hatte es am Mittwoch in 120 Minuten keine Tore gegeben. «Im Elfmeterschießen war es ein Glücksspiel. Da war es angerichtet für die Sensation», sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Matchwinner für die Hessen war Sead Mehic, der den entscheidenden Elfmeter verwandelte. In der Schlussminute der regulären Spielzeit hätte Robert Lewandowski die Partie zugunsten der Dortmunder entscheiden können, doch der Pole scheiterte aus sechs Metern an Offenbachs überragendem Torwart Robert Wulnikowski, der auch im Elfmeterschießen gegen Lewandowski parierte. «Robert hat alles gehalten, was zu halten war. Großes Kompliment an ihn», sagte Offenbachs Trainer Wolfgang Wolf.

Der Favorit wurde von der ersten Sekunde an voll gefordert. Die Kickers gaben keinen Zentimeter Boden kampflos preis und lieferten dem Bundesligisten einen beherzten Pokal-Fight. Elton da Costa prüfte Roman Weidenfeller schon nach fünf Minuten mit einem Freistoß. Die größte Tat musste der BVB-Schlussmann in der 25. Minute vollbringen, als er einen Distanzschuss von Nils Teixeira mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte und die Gäste damit vor einem Rückstand bewahrte.

Die Borussia nahm den Kampf an, so dass sich im ersten Durchgang eine äußerst unterhaltsame Partie entwickelte. Wulnikowski konnte sich gegen Shinji Kagawa (7.) und Lewandowski (20.) auszeichnen. Als Lucas Barrios den 33-jährigen Keeper des Drittliga-Spitzenreiters kurz vor der Halbzeit umspielte, rettete Teixeira auf der Linie.

Obwohl die Dortmunder mehr Feldanteile hatten, ließen sie vor dem Gipfel in Mainz die spielerische Leichtigkeit der vergangenen Wochen vermissen. Klopp reagierte schon in der ersten Halbzeit mit lautstarken Anweisungen. Diese erzielten jedoch auch nach dem Wechsel nicht den gewünschten Effekt, denn die Gastgeber wehrten sich weiter nach Kräften und ließen die Schwarz-Gelben kaum noch zur Entfaltung kommen.

Der BVB verzettelte sich zunehmend in Einzelaktionen und leistete sich viele leichte Ballverluste. Nicht einmal mit den in der Bundesliga gefürchteten Freistößen konnten die Gäste, die immer mehr die Ordnung verloren, Gefahr verbreiteten. Da der OFC in der Offensive kaum Akzente setzen konnte, blieben Chancen hüben wie drüben Mangelware.

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