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17.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Berlin (dpa) Vettels Rezept heißt Ruhe - Bereit für Duell mit Alonso

Weniger als einen Monat vor dem WM-Start liefern sich Sebastian Vettel und sein Erzrivale Fernando Alonso das erste Duell.

Sebastian Vettel braucht auch mal Ruhe und Distanz zur Formel 1. Foto: David Ebener  Bild: Foto: dpa



Sebastian Vettel braucht auch mal Ruhe und Distanz zur Formel 1. Foto: David Ebener

Nach fast 1000 Kilometern auf dem Rad und knapp 100 Kilometern in Laufschuhen fühlt sich Ferrari-Star Alonso bereit, den deutschen Dominator bei den Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya im Formel-1-Auto herauszufordern. Gleich an drei der vier Tagen auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona will Alonso den neuen Ferrari F138 für den Saisonstart am 17. März abstimmen. Vettel testet am Dienstag und Mittwoch den neuen Red Bull RB9.

Im Gegensatz zu Alonso hatte Vettel schon die ersten Testfahrten in Jerez de la Frontera genutzt und bereits von einer deutlichen Verbesserung des neuen Rennwagens im Vergleich zum Vorjahresmodell gesprochen. Ob F138 oder RB 9 - mitentscheidend im erneuten Kampf um den WM-Titel ist für Vettel aber noch etwas anderes. «Das letzte Quäntchen wird im Kopf entschieden», sagte er in einem Interview des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel».

Die Qualität unter den Fahrern schätzt Vettel relativ ähnlich ein. «Uns Formel-1-Piloten unterscheidet gar nicht so sehr das Talent voneinander. Niemand hat seinen Platz in einem Preisausschreiben gewonnen, Rennfahren können wir alle», betonte Vettel. Damit er selbst in den entscheidenden Momenten geistig voll da sein, braucht und nimmt sich der 25-Jährige seine Auszeiten. Für ihn sei es Alltag, in Hotels zu übernachten oder im Flieger zu sitzen. «Darum sehne ich mich nach Ruhe», gab Vettel zu.

Dies auch weiß sein Arbeitgeber und gibt ihm diesen Freiraum. «Anders könnte er diese mentale Stärke nicht haben», hatte Red Bulls Motorsportdirektor Helmut Marko bereits einmal betont.

So war Vettel nach seinem WM-Triumph und der Ehrung mit Pokalübergabe regelrecht abgetaucht. Vom jüngsten dreimaligen Weltmeister der Formel-1-Geschichte war so gut wie nichts zu sehen, zu hören und zu lesen. «Ich sehe keinen Sinn darin, mich in jeder Minute der Welt mitzuteilen», erklärte Vettel seine generelle Abneigung gegen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter: «Es macht mich einfach nicht an.»

Im Gegensatz zu Alonso, der am Wochenende fix noch seine dreiwöchige Trainingsbilanz twitterte: «936 Kilometer Rad - 91 Kilometer Laufen - Schwimmen 8 Stunden - Fitnessstudio 7 Stunden - 14 Stunden Verschiedenes (Ski, Tennis, Fußball, etc.).»

86 Tage nach dem dramatischen Finale in Sao Paulo kommt es von Dienstag an erstmals wieder zum Kräftemessen auf vier Rädern zwischen Vettel und Alonso. Der Heppenheimer bereitete sich nicht weniger intensiv und akribisch darauf und auf die Saison vor, die am 17. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne beginnt. Nur teilt er es nicht mit.

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