Mein
26.08.2012  |  von Von Eric Dobias und Lars Reinefeld, dpa  |  0 Kommentare

Baku (dpa) Pesic fordert volle Konzentration gegen Aserbaidschan

Nach einer langen, aber problemlosen Anreise versammelte Bundestrainer Svetislav Pesic sein Team am Sonntagmorgen in Baku bereits wieder zum Training und stimmte es auf die Richtung weisende Partie am Montag gegen Aserbaidschan ein.
Ungeschlagen

Svetislav Pesic stimmt die deutschen Basketballer auf Aserbaidschan ein. Foto: Stefan Puchner  Bild: Foto: dpa

Service
Artikel drucken  Artikel drucken
  Artikel versenden

  Newsletter
  RSS-Feed


«Wir müssen uns so schnell wie möglich an die Verhältnisse hier gewöhnen und uns nur noch auf das Spiel konzentrieren. Essen, Lärm, Zeitumstellung etc. dürfen keine Rolle spielen», forderte Pesic.

Vor dem Hinrunden-Abschluss führt die noch ungeschlagene DBB-Auswahl die Tabelle in der Gruppe B mit 6 Punkten aus drei Spielen vor Bulgarien (6/4) und Aserbaidschan (5/3) an. Pesic nimmt den bisher überraschend stark auftrumpfenden Gegner entsprechend ernst. «Die russische Basketballschule ist bei Aserbaidschan noch zu erkennen. Auch zu Sowjetzeiten standen immer wieder Spieler aus Aserbaidschan im Nationalteam. Basketball hat hier einen hohen Stellenwert», mahnte er.

Am Sonntagvormittag ließ der Coach seine Mannschaft daher ordentlich schwitzen. Im Training mussten die bisher auch ohne ihren Topstar Dirk Nowitzki überzeugenden deutschen Korbjäger intensiv laufen, werfen und sich mit der aserbaidschanischen Spielweise auseinandersetzen. Aggressive Abwehrarbeit stand dabei im Vordergrund.

Schon nach dem 81:66 am Freitagabend gegen Schweden hatte Pesic den Fokus auf die Partie in Baku gelegt. Viel Zeit zum Feiern gab er seinen Profis nicht. Ein kurzes Abklatschen mit den Fans, dann hieß es für die deutschen Korbjäger duschen, essen und schlafen. Auch Interviews untersagte der neue und alte Bundestrainer seinen Schützlingen nach dem souveränen Sieg.

Pesic hält auch bei seiner zweiten Amtszeit als Nationalcoach alle Zügel in der Hand. Der Europameistercoach von 1993 ist ein Perfektionist, alles ist dem sportlichen Erfolg seiner Mannschaft untergeordnet. Wenn dann zum Beispiel im Presseraum die Klimaanlage zu hoch eingestellt ist, dann löst das beim 62-Jährigen schon einmal ein lautes Grummeln aus.

Dabei hätte Pesic eigentlich viel Grund zur Zufriedenheit gehabt. Abgesehen vom Schlussviertel, als sein Team das Zepter nach einer zwischenzeitlich bis auf 26 Punkte angewachsenen Führung etwas aus der Hand gab, zeigte die neu formierte DBB-Auswahl vor 6000 Zuschauern in der schmucken Ulmer Arena eine starke Vorstellung.

«Wir haben 30 Minuten lang exzellenten Basketball gespielt», lobte auch Pesic. Doch die nächste Kritik ließ nicht lange auf sich warten. «Am Ende haben wir uns leider von der Euphorie der Fans tragen lassen und die Konzentration verloren. Ein Qualifikationsspiel dauert aber 40 Minuten», rügte der Bundestrainer seine junge Mannschaft.

Dass die deutschen Riesen am Montag in Baku die Chance haben, die Hinrunde ohne Niederlage zu beenden, hatte er nicht als gegeben vorausgesetzt. Dennoch bleibt er zurückhaltend: «Wie es um den deutschen Basketball bestellt ist, das können wir besprechen, wenn wir für die EM qualifiziert sind.»

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2013