Sport Haar-Doping auf dem Weg zurück
Bild: Leiter Sportredaktion
Pikant an dem Deal: Der Slogan von Alpecin heißt „Doping für die Haare“.
Böse ist der Titel, weil er suggeriert, dass Ullrich als Sportler gedopt hat. Das glaubt zwar, na ja, fast jedermann, aber verurteilt worden ist der Tour-de-France-Sieger von 1997 dafür bis heute eben nicht. Das wiederum könnte sich ändern, denn bis zum 10. Februar, also Übermorgen, will der Internationale Sportgerichtshof Cas eine Entscheidung über eine Dopingsperre Ullrichs fällen.
Womit wir beim Verlangen wären, das in der bösen Titelzeile liegt: Mehr als auf ein Cas-Urteil wartet die Öffentlichkeit nämlich auf ein Doping-Geständnis von Jan Ullrich. Nur ein solches, nur glaubhafte Reue, sagen Soziologen wie PR-Berater, könnte dazu beitragen, dass der frühere Liebling der Nation wieder salonfähig wird. Genau daran, an der positiven Wiederaufnahme Ullrichs in der Gesellschaft, arbeiten Strategen der „Sportmarketing Charlysteeb GmbH“, von der Ullrich seit Juli 2011 betreut wird.
Jan Ullrich ist 38 Jahre alt. Es heißt, er habe viel gelitten in den vergangenen Jahren. „Einen Schlussstrich“ wünscht er sich. Dazu wird er das tun müssen, was er bisher vermieden hat: Reden. Offen und ehrlich.
