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Sport Ein Otto als Berlins Hoffnung

20.02.2012
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Gut sieht er aus mit seinen 73 Jahren, fast so, als sei die Zeit dann und wann stehen geblieben, seit er am 1. Oktober 2000 als Cheftrainer beim 1. FC Kaiserslautern den Bettel hingeschmissen und die Bundesliga verlassen hatte. Vielleicht haben ihm ja griechische Götter einige Jahre Wohlbefinden geschenkt, nachdem er 2004 die Nationalelf der Hellenen sensationell zum EM-Titel geführt hatte.

Aber dass Otto Rehhagel im Jahr 2012 noch einmal zurückkehrt auf die Bundesliga-Bühne, das hätten auch enge Wegbegleiter von einst nicht geglaubt. Klaus Allofs etwa, Geschäftsführer von Werder Bremen, hielt die Nachricht erst für einen Scherz. Dann aber sprach er aus, was die Branche mehrheitlich denkt: „Schön, dass er noch mal im Geschäft ist. Wir werden eine Menge Spaß haben.“ Dabei hat Allofs wohl auch an die kommenden medialen Auftritte des Fußballlehrers gedacht. Rehhagel war schließlich immer für eine Schlagzeile gut.

Den Berlinern würde eine im Mai genügen: Hertha schafft Klassenerhalt. Wenn es so kommt, werden sie den Otto zum Ehrenbürger machen. Gelingt es nicht, geht aber nur die Hertha unter. Rehhagel selbst wird ein wenig traurig sein, aber wie sagte er auch: „Meine Reputation kann mir niemand mehr nehmen.“

Ob der 73-Jährige als „Demokratischer Diktator“ die Köpfe der Hertha-Kicker erreicht? Ausgeschlossen ist das nicht, weil die Herrschaften einen Trainer brauchen, der, selbst in sich ruhend, anderen Halt geben kann. Auf eines können sich alle Herthaner verlassen: Rehhagel wird alles geben für seine Mission. „Gebt mir ab und zu zwei Tassen Kaffee, dann arbeite ich 24 Stunden durch für Hertha“, hat er gesagt. Das ist genau die Einstellung, die Jürgen Klopp so beschreibt: „Er brennt an beiden Enden.“

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