Noch deutlicher war das Ergebnis von Valdet Gashi: Seinen Boxkampf gegen Ibragim Zeliev aus Tschetschenien gewann er durch technischen K.o. in der ersten Runde. Auch Mohesen Moradian kämpfte im klassischen Boxen gegen Perparim Hajdini aus der Schweiz, bekannt durch seinen Kampf im Vorprogramm von Vitali Klitschko. Etwas grippegeschwächt agierte Moradian etwas zurückhaltend, setzte aber aus der Defensive harte Treffer. Obwohl er die zahlreicheren Treffer landete, entschieden sich die Punkterichter für ein Unentschieden, da sein Gegner der Aktivere war.
Eine besonders schwere Aufgabe hatte der Singener Enrico Lauricella: Noch vor zwei Wochen kämpfe er in Hongkong gegen die Elite Chinas im Chinese Boxing (Sanda), und nun stieg er in einer ganz anderen Disziplin, im klassischen Boxen, gegen den Junioren-Weltmeister der IBF (International Boxing Federation) und Senioren-Europameister der EBF (European Boxing Federation), Ali Chusseinov aus Österreich, in den Ring. Die beiden lieferten sich eine äußerst spannende Ringschlacht, die die Halle zum Brodeln brachte. Enrico Lauricella verlor den Kampf nur sehr knapp nach Punkten.
Trainer Ralf Hasenohr war mit den Leistungen seiner Kämpfer voll zufrieden: „Sie haben wieder eindrucksvoll demonstriert, dass sie sehr gut von Thai-Boxen auf Boxen umstellen können, was nicht einfach ist, wenn sie auf ihre Kicks, Knie, Ellenbogen und Clinch verzichten müssen.“ (sk)
