Mein
08.12.2012  |  0 Kommentare

Lawinenrucksäcke

Der Tod in einer Lawine ist vermeidbar. Viele Lawinenopfer könnten noch leben, wenn sie einen Lawinenrucksack benutzt hätten.

So sieht ein Lawinenrucksack aus. Ausgelöst wird er mit einem Auslösegriff oder per Funkfernbedienung.  Bild: dpa



Beinahe 98 Prozent der Wintersportler, die bei einem Schneebrettabgang einen solchen Airbag trugen und auslösten, überlebten annähernd unverletzt. Das ermittelte das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos. Ohne die rund 690 Euro kostende Notfallausrüstung liege die Überlebenschance nur bei rund 50 Prozent. Peter Aschauer gilt als deutscher Lawinenrucksack-Pionier. Er tüftelt seit 30 Jahren an dem System, nachdem er 1980 selbst beinahe zum Lawinenopfer geworden wäre. 90 Prozent aller Todesfälle sind ausschließlich Folge der Verschüttung. Durch den zusätzlichen Auftrieb des ausgelösten Airbags schwimmt das Lawinenopfer auf, kann atmen und erstickt nicht unter den Schneemassen. Zwei gefaltete Ballons sind seitlich in den Rucksack integriert. Viele Verbände und Veranstalter setzen mittlerweile Lawinenrucksäcke von Aschauer oder ähnliche Modelle des Schweizer Unternehmens „Snowpulse“ ein. (dpa)

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014