Vorkämpfer: Der Radolfzeller Naturkundler und Euronatur-Aktivist Martin Schneider-Jacoby war einer der Paten für den Naturpark Lonjsko Polje. Sein Engagement begann im April 1986, als er bis 1988 an der Save im damaligen Jugoslawien lebte und die Vogelwelt untersuchte. Damit legte er die Grundlagen für eines der ersten Projekte von Euronatur und darüber hinaus für seine Doktorarbeit am heutigen Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell. Schneider-Jacoby starb in der vergangen Woche nach kurzer schwerer Krankheit.
Zugvögel: Schneider-Jacoby entdeckte, dass es neben den klassischen Routen für die Zugvögel über die Straße von Gibraltar, durch die Ägäis und über den Bosporus einen weiteren Weg über den Balkan und die Adriaküste nach Italien und Malta bis nach Afrika gibt. Im Juli 2012 beschloss das Parlament von Montenegro, einen der wichtigsten Rastplätze unter Naturschutz zu stellen.
Bedrohung: Der Donau-Save-Kanal soll die beiden Flüsse miteinander verbinden. Kroatien erhofft sich dadurch einen wirtschaftlichen Schub. Naturschutzverbände sehen den natürlichen Hochwasserschutz gefährdet. Der Bau soll 600 Millionen Euro kosten. (rok, Bild: Knauer)