1921: In Berlin wird die europaweit erste Straße nur für Autos eröffnet, die Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße (AVUS). Sie ist allerdings eher eine Rennstrecke als eine Autobahn.
1924: In Italien entsteht die erste längere Autostraße Europas, der Anfang der „Autostrada“ Mailand – Varese.1929: Der Bauingenieur Prof.Robert Otzen (1872 – 1934) prägt in Anlehnung an den Begriff „Eisenbahn“ das Wort „Autobahn“. Bis dahin hatte man überwiegend von „Nur-Autostraßen“ gesprochen.
1932: Der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eröffnet die erste kreuzungsfreie Autobahn zwischen Köln und Bonn. Sie ist 20 Kilometer lang. Es darf mit 120 Stundenkilometern gefahren werden – die meisten Autos schaffen zu dieser Zeit allerdings gerade einmal 60 Stundenkilometer.
1933: Mit großem Propagandaaufwand beginnen die Nazis in Frankfurt am Main mit dem Ausbau des Reichsautobahnnetzes. Auf dem Höhepunkt der Bautätigkeit sind 125 000 Arbeiter beteiligt. Zwar wurden zwischen 1933 und 1942 medienwirksam rund 3860 Kilometer Autobahn eröffnet. Die Planungen stammten aber alle aus den 1920er-Jahren.
1949: Vier Jahre nach Kriegsende verfügt Deutschland wieder über 2100 Autobahnkilometer. Heute ist das deutsche Autobahnnetz mit fast 13 000 Kilometern eines der dichtesten der Welt. (dpa)