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25.01.2011  |  0 Kommentare

LebenundWissen Samenbunker im Eis

Das spektakulärste Projekt zur Rettung von Pflanzensamen wurde 2008 auf der Arktis-Insel Spitzbergen eröffnet. Hier wurde von Norwegen, zu dem die Insel gehört, ein unterirdischer Samentresor gebaut, der sogar einen Atomkrieg überstehen soll.


Eingelagert werden die Samen der weltweit wichtigsten Nutzpflanzen. In den arktischen Permafrostboden, rund tausend Kilometer vom Nordpol entfernt, wurden drei Hallen gegraben, in denen bis zu 4,5 Millionen Samenproben Platz haben. Das sind doppelt so viele Sorten Saatgut, wie die Menschheit bisher überhaupt kennt. Norwegen steckte in das Projekt rund sechs Millionen Euro. Wie wichtig der Schutz von Samen ist, zeigt die Tatsache, dass Saatgutbanken in Kriegen bereits zerstört wurden – so etwa im Irak und in Afghanistan. Eine Saatgutbank auf den Philippinen fiel einem Taifun zum Opfer. In Norwegen werden Samen von Weizen, Mais, Hafer und anderen Nutzpflanzen bei einer konstanten Temperatur von minus 18 Grad Celsius gelagert. (mic)

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