Es sind Ballkönigin Zoe Mehnert vom Karl-Maybach-Gymnasium und Schützenkönig Ruven Fröschel von der Ludwig-Dürr-Schule.
Zoe hat beim Ballwerfen im ersten Durchgang bei drei Versuchen die Krone an der Wurfwand gleich zweimal getroffen. Dadurch gelangte sie ins Stechen. Warum sie sich nicht für das Armbrustschießen entschieden hat? „Das Ballwerfen hat bei den Probedurchläufen besser geklappt und meine Freundinnen haben sich auch dafür entschieden“, sagte sie. Neben der „Silber-Seehas-Trophäe“ und einer Armbanduhr darf sie sich über eine Reise mit Begleitperson nach Mailand freuen. Beim Ballwerfen hat jeder Teilnehmer drei Wurfversuche. Ziel ist es, den Ball durch das Loch der Krone in der Wand zu treffen. Trifft ein Schüler, so gelangt er in die letzte Runde ins Stechen.
Beim Armbrustschießen auf das goldene Ei konnte Ruven Fröschel den Wettbewerb für sich entscheiden. Zuerst hat jeder Schüler einen Versuch, das Ei zu treffen. Beim Stechen zählt dann letztendlich die höchste Zahl auf der Zielscheibe. Das Armbrustschießen erschien Ruven leichter als das Ballwerfen, obwohl er in seiner Freizeit Handball spielt. „Bei den Proben habe ich beim Ballwerfen bei drei Runden hintereinander nicht getroffen und beim Armbrustschießen ging es gleich beim zweiten Mal“, sagte er. Auch Ruven kann sich über die Trophäe und eine Armbanduhr sowie eine Reise mit Begleitperson nach München in die Allianz-Arena freuen.
Bei den Spielen haben 30 Klassen mit 277 Schülern teilgenommen. Vollständig erschienen sind die Klasse 8a von der Pestalozzi-Schule und die Klassen 8b und 8c der St.-Elisabeth-Schule. Als Belohnung bekommen sie jeweils 100 Euro für ihre Klassenkasse. Mit dieser Prämie wollen die Organisatoren die Teilnahme für die Schüler zusätzlich attraktiv machen. „Schade, ich habe sogar 500 Euro bereit gelegt, aber wir können die Belohnung nur bei 100 prozentiger Teilnahme einer Klasse ausgeben“, sagte Organisatorin Radegundis Ruess. Auch Kurt Knödler von der Schützengesellschaft Friedrichshafen beobachtet, dass die Teilnahme der Schüler über Jahre gesehen abnimmt. Seit 1965 nimmt er als Kampfrichter beim Seehasenschießen teil. „Früher war das eine Ehre und die Schüler waren viel intensiver bei der Sache“, sagte Knödler.
Im Anschluss folgte das Armbrustschießen der Ehrengäste. Hier versuchten sich beispielsweise Oberbürgermeister Andreas Brand und seine Gattin, der Seehas und Bürgermeister Holger Krezer. OB Brand traf die volle Zehn ins Schwarze Feld. „Ehrlich, ich habe kein Geheimtraining seit letztem Jahr gemacht, aber die gute Einweisung und etwas Glück haben mir geholfen“, sagte Stadtoberhaupt Andreas Brand.
Seit mehr als 60 Jahren ist das Seehasenfest, das Kinder- und Heimatfest der Stadt Friedrichshafen, ein Höhepunkt im Jahreskalender.
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