Vöhrenbach Hammereisenbacher Ehepaar wandert 3500 Kilometer

Sieglinde und Reinhard Kaltenbach berichten vom Appalachian Trail durch 14 US-Bundesstaaten. 3500 Kilometer, 160 000 Höhenmeter, 145 Wandertage durch 14 Bundesstaaten der USA – das schaffen nicht viele.

Das Ehepaar Sieglinde und Reinhard Kaltenbach aus Hammereisenbach hat es geschafft. Die beiden berichteten im Pfarrzentrum Krone von ihren Erfahrungen auf dem längsten Fernwanderweg durch den größten zusammenhängenden Laubwald der Erde, dem Appalachian Trail.

Von dieser ungewöhnlichen Reise präsentierte Reinhold Kaltenbach den 30 Zuhörern ausdrucksstarke Bilder und spannende Geschichten, die durch Countrysongs von Arnold Kaltenbach begleitet wurden.

Alles begann mit dem Geburtstagsgeschenk ihrer Tochter, nämlich dem Buch „Picknick mit Bären“ von Bill Bryson. Nach gründlicher Überlegung, Planung und einer Testnacht im Schönwälder Wintercamp, um die Wintertauglichkeit des Materials zu testen, ging es im April 2015 vom Springer Mountain in der Nähe von Atlanta aus los. Sechs Monate Abenteuer lagen vor dem Ehepaar. Ihr Ziel war der Mount Katahdin im Bundesstaat Maine.

Voller Energie wanderten sie Tag ein Tag aus bei fast jedem Wetter. Wenn sie eine Kleinstadt erreichten, kauften sie die Vorräte für die nächste Etappe ein, gönnten sich ein einfaches Hotel und eine anständige amerikanische Mahlzeit. Ansonsten lebten die Hammereisenbacher in der Wildnis.

„Unsere Vorräte hängten wir über Nacht zum Schutz vor den Bären an die Bäume“, berichtete Reinhard Kaltenbach. Aber nicht nur die Bären, sondern auch die 40 Schlangen, die sie auf ihrem Weg kreuzten, stellten ein großes Risiko dar. Passieren dürfe einfach nichts, erklärte der Wanderfreund. Und falls doch mal etwas schief läuft, wie bei der Schulterverletzung seiner Frau, helfe jeder jedem und so ging auch diese Geschichte für das Ehepaar glimpflich aus.

„Trotzdem schaffen nur knapp 20 Prozent der Starter den gesamten Trail. „Die meisten geben im ersten Drittel auf“, erzählte er und zeigte ein Bild eines mit Wanderschuhen behangenen Baumes. So verkleinerte sich die Trekking-Familie mehr und mehr. Denen, die den Mount Katahdin erreichten, war, wie die Bilder verrieten, das Glück ins Gesicht geschrieben. Unter ihnen: Sieglinde und Reinhard Kaltenbach.

Zum Schluss des Vortrags überreichte Ursula Beyer vom Bildungswerk dem Ehepaar Kaltenbach ein kleines Dankeschön.

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