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15.06.2012  |  von  |  0 Kommentare

Vöhrenbach Gärtner im Baustelleneinsatz

Vöhrenbach -  Landschaftsgärtner Christian Borho ist derzeit am Rathausplatz im Dauereinsatz. Gemeinderatsmitglied Rüdiger Hirt kritisiert die zahlreichen Baustellen in Vöhrenbach.

Landschaftsgärtner Christian Borho ist derzeit im Städtle an zentraler Stelle sehr präsent – bei der Verschönerung des Rathausplatzes.  Bild: Wild



Als einziger Gemeinderat monierte Rüdiger Hirt die sich allenthalben im Stadtgebiet verselbständigenden Baumaßnahmen. Was dem Gremium ursprünglich als Verschönerungsmaßnahme verkauft worden war, wächst sich zur Dauerbaustelle aus. Der Eindruck, dass der Rathausplatz Christian Borho von seinen sonstigen Aufgaben als Landschaftsgärtner seit Wochen fernhält, mag zum Teil auch dem schlechten Wetter geschuldet sein.

Bedenken wegen ausufernder Kosten dämpfte Matthias Neininger: „Was hier verbaut wird, stammt aus Mitteln für den Unterhalt des Rathauses, die dort nicht benötigt wurden.“ Dauereinrichtungen wie Fahnenmasten und Christbaumbefestigung würden so auf Jahre nutzbar installiert.

Die Dimensionen, die bei der Verschönerung des Schulhofs aufgelaufen sind, haben eine andere Qualität. Statt der vorgesehenen 35 000 Euro werden schlussendlich wohl bis zu 55 000 Euro auf der Rechnung stehen. „Der ganze Hof hat nur ein Gefälle von 0,05 Prozent, und das hat gravierende Folgen für die Entwässerung“, sagte Neininger. Außerdem habe man beim Abfräsen der Asphaltdecke böse Überraschungen erlebt, so Neininger weiter. „Stellenweise war die Decke nur vier bis fünf Zentimeter dick.“

Eine weitere bauliche Herausforderung stelle die Böschung zum Rasenplatz dar. Hier müsse eindringendes Wasser ferngehalten werden, es könne aber nicht an einer hohen Kante entlang geführt werden, denn diese störe gewaltig beim Räumen des großen Platzes von Schnee. „Sowohl die Kantensteine selbst als auch das Räumgerät wären bald mal beschädigt.“

Auch an der Nordseite musste eine geordnete Wasserführung erst hergestellt werden. „Diese Abläufe stellen den Hauptkostenpunkt bei der Sanierung des Schulhofs dar“, fügte der Bauamtschef abschließend hinzu. Beschlossen für den Schulhof waren im Gemeinderat 70 000 Euro.

Mit Robert Strumberger wandte Neininger sich an das ganze Gremium. „Melden Sie sich, wenn Sie meinen, ein Thema gehöre auf die Tagesordnung“, man habe immer ein offenes Ohr für das, was die Bürger umtreibt.

Zu Hirts Vorwurf, man sei auch beim Wohnmobilstellplatz „an eine angefangene Baustelle geführt worden“, wehrte sich der Bürgermeister. Bei der Besichtigung seien alle Fraktionen dabei gewesen, und es habe Einigkeit bestanden, „es zu machen“. Gleichwohl hätte es hier einer Entscheidung des ganzen Gremiums bedurft, sagte Hirt.

Eine Erfolgsmeldung aus der neuen Festhalle fügte Strumberger noch an. Alle Betreuer der Einrichtungen, wie Großleinwand und Beamer, hätten sich sehr zufrieden geäußert.

Dem Bauvorhaben am Fränzle-Faller-Weg in Urach stimmte der Rat einstimmig zu. Für weitere zehn Bauvorhaben kleineren Umfangs sieht die Verwaltung keine Hinderungsgründe. Abgestimmt werde, sobald erforderlich.

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