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19.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Villingen-Schwenningen Sitzenblieben: Alternative fehlt

Villingen-Schwenningen -  Der Vorschlag des neuen Kultusministers Andreas Stoch ist gut gemeint, aber wenig durchdacht. Sicherlich wären viele Schüler und Eltern erleichtert, sollten die Ehrenrunden abgeschafft werden.


Doch die Kehrseite der Medaille ist, dass lernschwachen Schülern damit nicht geholfen ist.

Bekommen sie im jetzigen System durch das Wiederholen mehr Zeit, um ihre Defizite aufzuholen, würden ihre Probleme bei der Abschaffung nur auf die lange Bank geschoben werden. Ihnen würde eine zweite Chance genommen, ihre Probleme dadurch weiter wachsen.

Eine wichtige Konsequenz müsste also sein, dass lernschwache Schüler stärker gefördert werden. Wie es die Praktiker vor Ort vorschlagen, wären dann dringend mehr Nachhilfe, spezielle Kurse, kleinere Klassen oder mehr Lehrer notwendig. Außerdem, und das geben wahrscheinlich nur wenige zu: Vielen Schülern würde der Druck fehlen, den sie brauchen, um sich auf ihr Sitzfleisch zu setzen und für Klassenarbeiten und Prüfungen zu pauken.

Auch wenn der Vorschlag vielen Eltern und Schülern gut gefallen würde, ausgereift ist die Idee leider noch nicht. Vor allem fehlen für die lernschwachen Schüler die Alternativen.

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