Mein
02.02.2013  |  5 Kommentare

Villingen-Schwenningen Ermittlungen können noch Monate andauern

Villingen-Schwenningen -  Nach der polizeilichen Durchsuchung der Hess AG sowie der Privathäuser der beiden beschuldigten ehemaligen Firmenvorstände am Mittwoch werden die beschlagnahmten Unterlagen nun von der Polizei ausgewertet. Mit einem schnellen Ergebnis, ob die Vorwürfe der Bilanzmanipulation und des Anlagenbetrugs gegen Christoph Hess und Peter Ziegler zutreffend seien, ist nicht zu rechnen.


Das verdeutlichte gestern Staatsanwalt Peter Lintz aus Mannheim. „Wirtschaftsstrafsachen sind komplex und meist sehr langwierig.“ Bis zur Entscheidung, ob eine Anklage erhoben werde, könnten noch Monate vergehen.

 

 

Die Firma Hess, ein Gießereibetrieb, wurde 1947 von Willi Hess gegründet und stellte zuerst Waffeleisen her. 1968 übernahm der Sohn Jürgen G. Hess die Firma mit acht Mitarbeitern. Er entwickelte das Unternehmen zum Hersteller modern gestalteter Außen- und Straßenleuchten aus Metallguss und Straßenmöblierungen. 2007 wurde die GmbH zur Familien-Aktiengesellschaft umfirmiert. Jürgen G. Hess wurde Aufsichtsratsvorsitzender, sein Sohn Christoph Geschäftsführer des Betriebs. Der Börsengang folgte im Oktober 2012. Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Infos und Bilder rund um das Villinger Unternehmen.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
5 Kommentare
Dieter Liepold beschreibt den Sachstand detailliert... ich vereinfache mal...
Mit 80% oder mehr Wahrscheinlichkeit hat die Hess AG keine fingierten Umsätze in zweistelliger Mio.höhe in der Bilanz ausgewiesen und auch keinen Anlagebetrug begangen.

Die Staatsanwaltschaft muss aber die Verdachtsvorwürfe von Amts wegen verfolgen, da sie sie aus der Presse entnahm.

Die monatelang dauernde Ermittlungen werden wahrscheinlich dazu führen, dass der Aktienkurs für die rund 2,6 Millionen Aktien noch weiter sinkt und damit die bisherigen Verluste für die damaligen Aktienkäufer von rund 22 Millionen Euro sich noch ausweiten.

Kern- und Grundproblem ist, dass sich die Altaktionäre durch den Börsengang 54 bis 60 Millionen Euro erhofften, dann nur 40 Mio. Euro brutto bekamen und diese Aktien zum heutigen Kurs von 7,00 nur noch rund 18 Mio. Euro wert sind.

Wenn Aufsichtsrat, Betriebsrat und die alte Geschäftsführung nicht schnellstens Klarheit schaffen, wird auch die Firma Hess AG und die meisten Mitarbeiter einer üblen Zukunft entgegensehen.
Teil 1 - Tim van Delden & Dr. Till Becker offenbarer » Wutlauf «
Durch die Ermittlungserweiterung
auf § 264a StGB wurde der Sachstand nicht verändert, die mediale Aufregung war deplatziert.
Zur Ausgangslage:
● § 331, HGB - Unrichtige Darstellung, ist ein » Aufgreif- und Auffangtatbestand «, der sich nach gültiger Rechtsauffassung kaum lohnt, schwierig nachzuweisen ist und wenig Verurteilungen nach sich zieht.
● Die Ausweitung der Erkundungen war die normale, zwangsweise und logische Konsequenz aus den Vorermittlungen. http://www.zis-online.com/dat/artikel/2011_7_600.pdf
● Erkennbar wird, das offenbar T. van Delden und sein Adlatus Dr.. Till Becker einem Wutlauf gegen die Haupteigner, Familienholdung Hess, erlegen ist. Der angerichtete Imageschaden, siehe Kursentwicklung, wiegt schwerer, als die vermuteten Vergehen, die bis heute nicht belegt wurden, was der Staatsanwalt Peter Lintz deutlich zu verstehen gab, er wurde offenkundig "nicht fündig" und sicherte lediglich eventuelles Beweismaterial - mehr ist bis jetzt nicht geschehen.
Teil 2 - Tim van Delden & Dr. Till Becker offenbarer » Wutlauf «
Die Unschuldsvermutung ist eine wichtige Regelung des Rechtsstaatsprinzips (Art. 20, 28 GG) und verfassungsgemäße Grundlage. Die Fragen Richtung T. van Delden, ARV und dessen neuen Vorstandes, werden lauter, sie rücken in den Fokus, 21. 01. 2012: ●
● "" Haben Wirtschaftsprüfer versagt? Merkwürdig ist, dass der Zeitraum, in dem diese Vorgänge (Anmerkung: Verdacht auf Bilanzmanipulationen) passiert sein sollen, im Rahmen der strengen Due-Diligence-Prüfungen für die Börsenzulassung überprüft wurden. Gewöhnlich bleibt bei solchen Prüfungen kein Stein auf dem anderen. Da es sich um gravierende Fehler handeln dürfte, muss man sich schon fragen, was die Wirtschaftsprüfer da gemacht haben. Die am Börsengang beteiligten Banken haben auch nichts bemerkt. Der mit einer zweistelligen Prozentrate am Kapital beteiligte Investor dürfte die Zahlen damals auch geprüft haben. Das wirft natürlich Fragen auf. "" www.lichtnews.de/hess-feuert-vorstande-christoph-hess-und-peter-ziegler-abberufen
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014