Mein

Villingen-Schwenningen Weilersbach hegt ehrgeizige Pläne für eine neue Orgel

24.01.2012


Die katholische Pfarrgemeinde Weilersbach benötigt dringend eine neue Orgel. Eine Sanierung würde sich nicht rentieren, hatte der erzbischöfliche Orgelinspektor Professor Michael Kaufmann bei einer Untersuchung der Orgel am 1. Juli 2011 festgestellt.

Das gesamte Posaunenregister sei abgestellt, erklären Joachim Grimm, Pfarrgemeinderatsvorsitzender, sowie Kurt Hattler und Manfred Raufer vom Stiftungsrat des Pfarrgemeinderats im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

Nach dem Krieg wurde die alte Hilarius-Kirche abgerissen und im Jahre 1954 wurde mit dem Bau der neuen Kirche begonnen, so Grimm. Damals wurden Teile der alten Orgel in die erweiterte Orgel integriert, fährt er fort und zeigt auf den Blasebalg, der mit Steinen beschwert ist, damit er nicht abhebt. Die neue, erweiterte Orgel sei ein Werk des Orgelmeisters Franz Winterhalter aus Oberharmersbach und besitze 25 Register, sie wurde 1963 eingeweiht, so die Pfarrgemeinderäte. Allerdings habe man nach dem Krieg das Geld mühsam zusammenkratzen müssen, die neuen Teile der Orgel wurden aus Blei und Zink gefertigt, waren nicht hochwertig und haben sich verbogen, sodass das tiefste Register (Posaunen) jetzt abgeschaltet sei. Die anderen Register seien zwar spielfähig, allerdings spreche das Pedal nicht alle Töne an, auch sei der Schwellkasten zu dünn und die Schwellwirkung nicht gerade eindrucksvoll, ergänzt Raufer.

Der jetzige Leiter des Kirchenchors, Christoph Martin, der auch die Orgel spiele, sei ein wahrer Künstler, dass er es schaffe, noch einigermaßen ordentliche Töne aus der Orgel herauszuholen, betonen die Pfarrgemeinderäte. Auf die Frage, wie es weitergehen soll, antwortet Grimm, dass eine Restaurierung 70 000 Euro kosten würde, dann hätte man immer noch die alte Orgel und erhalte nur eine Garantie auf zehn Jahre. Eine ganz neue Orgel würde 350 000 Euro kosten. In Trossingen bei der Firma Hohner stehe jedoch eine historische Orgel, die in Einzelteile zerlegt sei. Hier würde die komplette Restaurierung 180 000 Euro kosten und man erhalte eine Garantie auf 50 Jahre, so Grimm. Sowie die Pfarrgemeinde ein Eigenkapital in Höhe von 80 000 Euro vorweisen könne, werde diese Orgel bestellt. Sei die Orgel bestellt, werde die Pfarrgemeinde von der Diözese einen erhöhten Zuschuss (da enkmalgeschützt) erbitten und einen Antrag auf Zuschuss an die Stadt stellen. Die Restaurierung würde drei Jahre in Anspruch nehmen, also könne man frühestens im Jahre 2015 mit einer neuen Orgel in Weilersbach rechnen.

„Wir haben schon 37 000 Euro an Spenden erhalten und suchen Patenschaften, Firmen und Privatpersonen, die uns unterstützen“, wünschen sich die Pfarrgemeinderäte. Sie sind zuversichtlich, dass bis Ende 2012 – in diesem Jahr feiert der Kirchenchor sein 100-jähriges Jubiläum – das Eigenkapital in Höhe von 80 000 Euro zusammengekommen ist, damit die Orgel bestellt werden kann.

zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln