Es war ein Abend der Superlative. Nach fast vierstündigem Programm hatte sich die Stimmung auf und vor der Bühne zu kollektiver Euphorie gesteigert; die Villinger Kumedie um den wie immer göttlich mosernden Thomas Moser übertraf sich selbst mit ihrem komödiantischen Kaleidoskop aus dem vergangenen Jahrzehnt. Die Neue Tonhalle war am Samstag voll besetzt, unter dem Publikum waren viele Mitglieder der Amsel-Kontaktgruppe Schwarzwald-Baar, der die Benefiz-Gala gewidmet war. Kurz vor Mitternacht nahm Amsel-Leiterin Yeonghee Krug einen Scheck über 8000 Euro in Empfang.
Die illustre Geburtstagsfeier markierte zugleich eine Zäsur in der Geschichte der Kumedie. Urgesteinskomiker Fridolin Ströbele und die beiden Blödel-Helden Bruno Moser und Roland Grammel hören auf. Gemessen an ihrer Bühnenpräsenz, an Intensität und Enthusiasmus ihres Spiels fällt der Abschied schwer. Thomas Moser bleibt dem Publikum erhalten, ebenso sein Sparringpartner und alter Ego Michael Sommer. Brillant war das Debüt von Frank Blom, dem die Sympathien bei seiner grandiosen Elvis-Parodie zuflogen. Im Oktober wird sich das um ihn erneuerte Kumedie-Trio mit neuem Programm vorstellen.
