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Villingen-Schwenningen Villingen feiert das große Fasnet-Finale

22.02.2012
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Der Höhepunkt der Villinger Straßenfasnet bei herrlichem Wetter.
45 000 närrische Besucher genießen den großen Umzug zum Abschluss.



Im schönsten Narrengewand präsentierte sich gestern Villingen beim großen Umzug. Wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein und mit ein paar Grad Celsius über dem Gefrierpunkt auch nicht zu kalt: Das Wetter hätte für den Höhepunkt der Villinger Straßenfasnet nicht schöner sein können.Ungefähr 45 000 Besucher säumten die Innenstadt und lachten mit den Narren um die Wette. Ungefähr 6000 Hästräger boten ein außergewöhnliches Spektakel.

Bereits am Morgen war eine ganz besondere Atmosphäre im Städtle zu spüren; alle schienen auf den großen Umzug hinzufiebern. Um 12.30 Uhr, und somit eine Stunde vor Beginn, versammelten sich die ersten Besucher hinter den Absperrungen, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. 22 Vereine und damit so viele wie im vergangenen Jahr, schlängelten sich durch Niedere Straße, Bickentraße, Klosterring, Obere- und Rietstraße.

Die Stadt- und Bürgerwehrmusik hatte wieder eine besondere Rolle inne: Stolz marschierend führten die Jugendbläser den Umzug an. Für fetzige Stimmung sorgten die Kapellen aus den Ortsteilen und die Guggenmusiken. Die Zuschauer waren in bester Laune, klatschten im Takt und schunkelten mit. Die vier Butzesel der Historischen Narrozunft lieferten eine tolle Show. So schnappte sich beispielsweise der erste Butzesel kurzerhand abwechselnd jeweils einen Helfer der Technischen Dienste VS und des Technischen Hilfswerkes und tanzte mit ihnen Walzer.

Wunderschön anzusehen waren die Narros, Altvillingerinnen, Stachis und Morbilis. Viele Zuschauer machten mit beim Malzerbetteln. Aber so einfach machten es ihnen die Mäschgerle nicht. „Man muss halt schaffen für seinen Lohn“, sagte eine Alt-Villingerin lachend. Mit 31 Gruppen stellte die Historische Narrozunft vor der Katzenmusik mit 29 Gruppen den größten Teil. In diesem Jahr feierten die Katzen ihr 140-jähriges Bestehen. Sie geben die Hoffnung auf einen eigenen Brunnen nicht auf, knüpften an die Diskussion an und so stand auf dem Katerbrunnen-Wagen geschrieben. „Mir wenn jetzt au en Brunne hau.“

Originell waren auch die Flugblätter, die die Katzen verteilten. Auf ihnen war unter anderem zu lesen: „Kaufvertrag Kati's Hall(en) Stühle“. 82 Stühle seien in der Neuen Tonhalle übrig, einer koste 500 Euro und für drei gebe es 25 Prozent Rabatt. Auf die Katzen folgten die Glonkis und verbreiteten fröhlich mit ihren scheppernden Blechtrommeln eine tolle Stimmung. Ihnen standen die Musiker des Fanfaren- und Spielmannszuges sowie die Bläser der Glonki-Musikkapelle in nichts nach. Die Mini- und Midi-Glonkinchen haben ihre Musik kurzerhand im Leiterwagen mit dabei. Für Lacher im Publikum sorgte der letzte Glonki, der auf dem Elferrat-Baumstamm saß. „Der allerletscht Glonki“ steht auf einem Schild am Wagenende geschrieben. Wieder waren zwei Gastvereine mit dabei: Die Epfelschittler Willerschbach mit dem Musikverein Weilersbach sowie die Schwenninger Hexengilde Sauerwasen.

Nach den Blau-Weißen kam die Schwenninger Narrenzunft. Der Villinger Narr musste sich eingestehen, dass auch Hölzlekönig, Schantle, Moosmulle und Hansel schön anzuschauen waren. Dann kamen die giftgrünen Villinger Hexen. Einige kleine Besucher wichen erschrocken einen Meter zurück: Der riesige Hexenwagen schien ihnen Angst einzuflößen. Für viel Spaß bei den Besuchern sorgten auch die Gockelgilde und die Rietvögel. Mit einem imposanten Wagen beeindruckten die Heringsdörfler. Viel hätte dem großen Umzug gefehlt, wenn die kleineren Gruppen nicht dabei gewesen wären, unter anderem Meckergilde, Musikkapelle Gerberfetzer und Wolfbach-Rolli. Ein farbenfroher Hingucker waren auch die Südstadt-Clowns mit ihrem weißen Käfer und den Rietheimer Musikanten.

Auch die Gayser-Gilde und die Brigachblätzle trugen ihren Teil zu einem außergewöhnlich schönen Umzug bei. Stimmung verbreiteten auch die Schanzel-Zunft, Villinger Fazenedle, Fleck-Fleck, Schindel-Hansel-Zunft, Villinger Schalmeien, Warenbachhexen, Epfelschittler und die Hexengilde Sauerwasen. Das Narrennet Villingen erlebte einen echten Traumtag.


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