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Villingen-Schwenningen Urlauber blechen für Kennzeichen

21.08.2012
Villingen-Schwenningen -  Tatort Italien: Deutsche Urlauber fühlen sich als Opfer – allerdings nicht von Taschendieben oder Mafia, sondern von Behördenwillkür. Immer wieder tauchen in den Verkehrsforen im Internet Geschichten auf, die von abkassierten Touristen berichten.
Autokennzeichen

 Bild: Martin Schutt (dpa)

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500 Euro sollen italienische Carabinieri einem deutschen Autofahrer für einen unzulässigen Bindestrich im Fahrzeugschein abgeknöpft haben.

Die Polizisten sollen die mangelnde Übereinstimmung zwischen dem im Fahrzeugschein eingetragenen und dem am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen moniert haben. Tatsächlich war im Fahrzeugschein – wie in den meisten Fahrzeugscheinen – ein Bindestrich zu viel. Oder auf dem Nummernschild einer zu wenig.

Das kommt daher, dass die zwischen den Jahren 1994 und 2000 eingeführten Euro-Kennzeichen ohne Trennstrich ausgeliefert werden. Zum Beispiel VS SK 1234. Bei den zuvor in Deutschland üblichen Fahrzeugkennzeichen waren Ortskennzeichnung und die nachfolgende Buchstabenkombination noch mit einem „-“ getrennt, also VS-SK-1234.

Nicht nur die Carabinieri in Italien, sondern auch die Polizisten in Österreich sollen bereits auf diese Abzockmasche verfallen sein. Einem Autofahrer aus Deutschland sollen die Beamten aus dem Nachbarland sogar 1000 Euro abgenommen haben – wenn's stimmt, was in den Weiten des Internets so alles geschrieben wird. Autofahrer aus Villingen-Schwenningen jedenfalls sind verunsichert.

Eine ganze Reihe wollten es in den vergangenen Tagen nicht riskieren, mit Bindestrichen im Kfz-Schein gen Süden zu rollen und holten sich bei der Zulassungsstelle des Landratsamts in Villingen neue Papiere.

Andere Landkreise wie etwa Böblingen tauschen die alten Zulassungsbescheinigungen wegen der Bindestrich-Problematik kostenlos bei ihren Zulassungsstellen um. Beim Landratsamt in Villingen wird für die Ausstellung eines neuen Kfz-Scheins ohne die bemängelten Bindestriche seit gestern allerdings die obligate Verwaltungsgebühr von 10,20 Euro kassiert.

Für den zuständigen Verkehrsdezernenten Harald Weh ist das ein normaler Vorgang. Das Verkehrsministerium, sagt er gegenüber der Redaktion, habe seine Rechtsauffassung deutlich gemacht, dass nämlich eine Differenz zwischen Kfz-Schein und Nummernschild hinsichtlich der Bindestriche keinen Anlass für eine Geldbuße im Ausland sein dürfe.

Das Auswärtige Amt habe daraufhin reagiert und die Regierungen der entsprechenden Staaten angeschrieben, wo für Bindestriche bereits abkassiert worden sein soll. Wer da dennoch einen neuen Kfz-Schein haben wolle, lasse diesen „freiwillig“ erneuern – und müsse dafür eben zahlen.

Wer sich die 10,20 Euro sparen will und mit dem „alten“ Fahrzeugschein nach Italien fährt, kann sich nun ja auf die hohe Diplomatie berufen. Ist das deutsche Dekret bereits zu den Carabinieri durchgedrungen? „Das hoffe ich“, sagt Harald Weh.

Abzocke...
Na, darauf einen Mirabellenschnaps mit Spagetti.
Der Amtsschimmel wiehert. mehr ...
Prima, Herr Ramsauer
... wenn wir keine weiteren nationalen Probleme mehr haben als die ... mehr ...
Abzocke...
...na, wen dem wirklich so ist, dann diese Länder meiden (und das sage ich als Österreicher!!! mehr ...
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