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Villingen-Schwenningen Unfallschwerpunkt Stumpenkreuzung: Gefahrenschilder zeigen offenbar Wirkung

Seit Jahresbeginn hat es an der berüchtigten Stumpenkreuzung an der Straße zwischen Nordstetten und Kappel nicht mehr gekracht. Im Februar wurden Warnschilder aufgestellt. Anders sieht es an der zweiten Unfallkreuzung in Tannheim aus.

An der bisher als Unfallschwerpunkt geltenden gefährlichen Stumpenkreuzung an der Straße von Nordstetten nach Kappel hat es seit Längerem nicht mehr gekracht. Die Polizei registrierte 2017 keine Unfälle mehr. Anfang Februar wurden die neuen Gefahrenschilder aufgestellt. Der markante Rückgang an Zusammenstößen ist zunächst einmal eine erfreuliche Nachricht. „Mit der verbesserten Verkehrssituation in Obereschach sind wir sehr zufrieden“, äußert sich auf Anfrage die Sprecherin der Stadt, Oxana Brunner. Anders sieht es dagegen bei der zweiten Problemkreuzung in Tannheim an der Straße von Wolterdingen nach Villingen aus. Dort kam es trotz Maßnahmen zu einem Unfall Ende Januar. Die Tannheimer Ortsvorsteherin Anja Keller plädiert daher für einen Kreisel. Dieser Bereich stehe bei der nächsten Sitzung der Verkehrskommission auf dem Prüfstand, bestätigt Brunner.

  • Die Stumpenkreuzung bei Obereschach: „Nach wie vor ist für uns ein Kreisel an dieser Stelle das Nonplusultra “, meint Arno Göpfert, Verkehrssachbearbeiter der Polizei beim Schwarzwald-Baar-Kreis. Doch dieser Kreisverkehr wurde vom Kreistagsausschuss aus Kostengründen abgelehnt, die Stadt war dann wieder gefragt. Wenn das Geld nicht da sei, müssten andere Maßnahmen ergriffen werden, meint dazu Göpfert. Neben dem zunächst nicht weiterverfolgten Vorschlag, einen Blitzer aufzubauen, sollten vor allem Gefahrenschilder die Stelle entschärfen. Durch die Installation von vergrößerten Stoppschildern, dem Anbringen von Unfallschwerpunkt-Schildern und vergrößerten Zielwegweisern konnte die Situation deutlich entschärft werden, erklärt die Sprecherin der Stadt. Regelmäßige und vermehrte Geschwindigkeitsmessungen belegten dies ebenfalls, führt Brunner weiter aus.
  • Die Tannheimer Kreuzung: Hier kam es zuletzt Ende Januar zu einem schweren Unfall. Bei allen Zusammenstößen ist immer wieder dasselbe Muster zu beobachten. Die Autofahrer fahren von der Kreisstraße aus Tannheim oder von Überauchen auf die Kreuzung zu, übersehen die auf der Landstraße herankommenden, vorfahrtsberechtigten Autos oder meinen, dass sie es doch noch über die Kreuzung schaffen. Die Folge, wenn es knallt: schwere Unfälle mit zuletzt zwei Verletzten, ziemlich genau vor einem Jahr wurden sogar fünf Personen zum Teil schwer verletzt. Zum Schlimmsten, dass an dieser heiklen Stelle Menschen sterben, sei es bisher noch nicht gekommen, meint Ortsvorsteherin Anja Keller. Aber solange müsse man ja nicht warten. Obwohl auch hier neue Schilder aufgestellt wurden, kam es dennoch wieder zu Unfällen. Sie plädiert für einen Kreisverkehr. Zuständig für den Bereich sei die Stadt, führt Oxana Brunner aus. Allerdings liege die Entscheidung für den Bau eines Kreisels beim Straßenbaulastträger, wie in Obereschach auch. Im Obereschacher Fall hat aber der Kreistagsausschuss das Vorhaben abgelehnt. Die Verkehrskommission prüfe ständig den Tannheimer Bereich, ob etwas verbessert werden könne. An dieser Stelle sei zu beobachten, dass Verkehrsunfälle unterschiedliche Ursachen hätten und „aus unterschiedlichen Fahrtrichtungen entstehen“. Insofern stelle sich hier die Situation nicht so eindeutig wie in Obereschach dar, erklärt Brunner.

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