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Villingen-Schwenningen Überschwemmung im Neckar Tower: Student liegt stundenlang auf Duschabfluss

Ein Student liegt stundenlang bewusstlos auf einem Duschabfluss und verursacht so eine Überschwemmung über mehrere Stockwerke. Der Schaden beläuft sich auf 10 000 bis 15 000 Euro.

Darüber wird wohl noch lange geredet: Am Donnerstag kam es im Neckar Tower in Schwenningen aus einem äußerst ungewöhnlichen Grund zur Überschwemmung mehrerer Appartements. Ein Student lag über Stunden hinweg unter einer laufenden Dusche und blockierte mit seinem Körper den Abfluss.

Gefunden wurde er am frühen Morgen von der Feuerwehr, die durch eine Brandmeldeanlage alarmiert, angerückt war. In der entsprechenden Wohnung fanden die Feuerwehrleute allerdings keine Flammen vor. Ganz im Gegenteil: Wasser lief von der Decke. Ein Stockwerk höher fand man dann den in der randlosen Dusche liegenden, bewusstlosen Studenten. Das überlaufende Wasser hatte sich über mehrere Stockwerke verteilt und den Brandmelder ausgelöst. Während der Student ins Klinikum gebracht wurde, saugte die Feuerwehr das Wasser ab.

Ob bei dem Vorfall Alkohol im Spiel war, wie unter anderem in sozialen Medien behauptet wird, kann Rainer Müldner, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Villingen Schwenningen (Wbg), nicht bestätigen. "Wir haben keine positive Erkenntnis, dass es wirklich Alkohol war", sagt er.

Die Frage, ob ihn der Vorfall ärgere, verneint der Geschäftsführer. Er sei froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. "Natürlich macht es Arbeit", meint er. "Aber dafür sind wir eine Wohnungsbaugesellschaft." Der Schaden belaufe sich auf 10 000 bis 15 000 Euro. "Also keine Unsumme." Betroffen seien acht Studenten-Appartements. Die Instandsetzung werde vier bis sechs Wochen dauern. Die Kosten übernehme zunächst die Versicherung der Wbg. Inwieweit diese das Geld dann von der Versicherung des Studenten zurückfordere, könne er nicht sagen.

Für die von der Überschwemmung betroffenen Studenten scheint der Wasserschaden keine allzu große Sache zu sein. Man habe angeboten, sie anderweitig unterzubringen, sagte Rainer Müldner. Nur eine Person habe dies angenommen.

Etwas Sorgen bereite ihm der unwillentliche Verursacher der Überschwemmung, mit dem er in Kontakt stehe, dennoch. "Dem Betroffenen geht es nicht gut", sagt Müldner. In den sozialen Medien entwickle sich der Zwischenfall zu einer Lachnummer. Daher hat er für den Studenten eine einfache Botschaft: "Kopf hoch. Wir kriegen das hin." Zumindest in einer Sache kann Rainer Müldner auch schon beruhigen. Es stehe außer Frage, dass der Student weiterhin im Neckar Tower wohnen könne: "Das ist kein Problem."

Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Ähnliches widerfuhr im Mai 2016 einem Hotelgast in Konstanz. Er war unter der Dusche eingeschlafen und hatte sich dabei auf den Abfluss gesetzt. Dadurch wurde zunächst das Zimmer, dann der darunterliegende Frühstücksbereich überschwemmt. Der Schaden: Mehrere 1000 Euro.

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