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Villingen-Schwenningen Tannheimer Patienten kicken mit ihren Idolen

Spieler und Trainer des VfB Stuttgart zu Gast in der Nachsorgeklinik.

Einmal hautnah mit Fußballprofis zu reden und gegen einen Bundesligatorhüter ein Tor zu schießen – das ist der Traum vieler Jungs und Mädchen. Für Patienten der Tannheimer Kinder-Krebsnachsorge-Klinik und ihre Angehörigen wurde dieser Traum jetzt wahr. Zehn VfB Stuttgart-Profis nahmen sich den ganzen Mittwochnachmittag Zeit, um mit den Kindern zu kicken und zu plaudern. Mit von der Partie waren zudem der Trainerstab um Huub Stevens und das Maskottchen Fritzl.

Es herrschte eine richtige Stadion-Stimmung in der Aula der Nachsorgeklinik. Geschäftsführer Roland Wehrle begrüßte die Spieler herzlichst in der Einrichtung und animierte den ganzen Saal zu einer La-Ola-Welle. Nach einem gemeinsamen und ruhigen Kaffee-Plausch mit den Jugendlichen der Reha wurden die Spieler Christian Gentner, Sven Ulreich, Georg Niedermeier, Thorsten Kirschbaum, Karim Haggui, Antonio Rüdiger, Timo Baumgartl, Timo Werner, Daniel Ginzcek, Oriol Romeu und Sercan Sararer von den kleinen und großen Fans in der Aula der Klinik empfangen. „So viele Spieler waren schon lange nicht mehr hier in der Klinik. Vielen Dank an den Trainer Huub Stevens, der die Spieler motiviert hat mitzukommen“, freut sich Roland Wehrle über den zahlreichen Besuch. Direkt nach dem morgendlichen Training sei die Mannschaft nach Tannheim gefahren – eine tolle Geste.

Der Stuttgarter Verein für Bewegungsspiele (VfB) steht der Tannheimer Einrichtung seit ihrer Gründung bewusst nahe. „Die regelmäßigen Begegnungen mit den Profis sind sehr wichtig für uns. Die Kinder blühen hier richtig auf und fiebern dem Tag immer entgegen“, betont Wehrle. Im Jahr 1993 habe der Fußballclub der Klinik ihre Patenschaft und Unterstützung versprochen und es bis heute immer ernst genommen. Bis zu zehn Mal im Jahr besuchen einige Kinder der Klinik die Heimspiele des Vereins. Die Fußballer nahmen sich Zeit für die Kinder und flachsten mit ihnen. Jeder Wunsch wurde erfüllt. Gab es zu Anfang noch ehrfurchtsvolle Blicke und Berührungsängste, wurde die Stimmung von Minute zu Minute gelöster und entspannter. Angesichts der kranken Kinder wirkten die Sportler nachdenklich und aufmerksam. Die Kinder bemerkten schnell: Das sind eben auch nur Menschen. Der Kapitän Christian Gentner, der zum dritten Mal zu Besuch ist, zeigte sich wieder einmal begeistert von der Einrichtung: „Es ist schön die Freude bei den Kindern zu sehen. Das gibt auch uns Kraft für die nächsten Spiele.“ Es gab strahlende Gesichter auf beiden Seiten.

Nachdem die Patienten und Eltern mit ausreichend Autogrammen und Fan-Artikel versorgt waren, folgte der Höhepunkt an diesem Tag. Auf dem Sportplatz durften die fußballbegeisterten Jungs und Mädchen mit ihren Idolen kicken und Fotos machen. Einige schafften es sogar, den Ball vorbei an VfB-Torwart Sven Ulreich ins Netz zu setzen. So richtig angestrengt hat sich der Torhüter allerdings nicht – er gönnte den Kindern das Erfolgserlebnis.

Der heimliche Star des Tages war aber wie in den letzten Jahren das Maskottchen Fritzl. Das Krokodil war heiß begehrt bei den Kindern. Bei dem Abschied floss daher auch die eine oder andere Träne. Eins ist sicher: Diesen Tag werden die Jungs und Mädchen so schnell nicht mehr vergessen.

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