Villingen-Schwenningen - Die Liste der Rekorde von Mike Küng ist ellenlang. Der aus Schruns in Vorarlberg stammende Gleitschirmpilot hält den Höhenweltrekord, nachdem er aus 10100 Metern vom Heißluftballon abgesprungen ist. Er überquerte den Ärmelkanal als erster und immer noch einziger Gleitsegelpilot ohne Motor.
Und MMK - so wird er in der Gleitschirmszene nur abgekürzt - gelang es als bislang einzigem Piloten, den Kontinent von der Ostsee bis zur Adria binnen fünf Tagen mit dem Paragleiter zu überqueren. Spektakuläre Absprünge etwa von der Europabrücke an der Brennerautobahn oder in der ehemaligen Cargolifter-Halle nahe Berlins sorgten weltweit für Aufsehen.
Jetzt also der Sprung aus einem fliegenden Zeppelin. Der erfahrene Zeppelin-Pilot wird das Luftschiff der neuesten Generation exakt mit dem Wind bewegen. Denn der Gleitschirm darf auf keinen Fall in die Sprungbahn von Mike Küng kommen. Und dann springt der Testpilot des Deutschen Hängegleiter Verbandes mit einem weiten Salto ab. Eine coole Vorstellung, die höchstes fliegerisches Können, mentale Belastbarkeit und perfekte Körperbeherrschung erfordert.
Küng vertraut bei diesem ambitionierten Projekt erneut auf einen Schirm der U-Turn GmbH aus Villingen-Schwenningen. Der "Free Force", ein besonders wendiger Gleitschirm, der sich schnell öffnet, war schon bei den spektakulären Aktionen an der Europabrücke und in der Cargolifter-Halle zum Einsatz gekommen.
