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19.02.2013  |  Zum Artikel

Villingen-Schwenningen Staatsanwalt ermittelt: Verdacht auf Insolvenzverschleppung

Villingen-Schwenningen -  Den Beschäftigten der Hess AG bleibt nichts erspart: Der vorläufige Insolvenzverwalter Martin Mucha legt sein Amt nieder. Neuer vorläufiger Insolvenzverwalter ist Volker Grub. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt auch wegen des Verdachts auf Insolvenzverschleppung.

Martin Mucha

Volker Grub

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    Diese Vermutung habe ich bereits geschrieben
    Von herbievs (12 Beiträge) am 19.02.2013 12:29
    Wenn die Hess AG tatsächlich in nur 4 Monaten 40 Millionen Euro vervespert hat war sie nach meiner Ansicht bereits zum Zeitpunkt des Börsengangs insolvent. Selbst wenn keine Umsätze gelaufen wären. Die Lohnkosten dürften max. 7 Millionen Euro betragen haben (Grosszügig 5.000 Euro pro Arbeitnehmer gerechnet). Wo sind denn die restlichen 33 Millionen geblieben?
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    Hess AG hat keine 40 Millionen vervespert.......
    Von Cuenot (776 Beiträge) am 19.02.2013 12:59
    Beim Börsengang im Oktober 2012 hat die Hess AG durch die Ausgabe von zirka 2,6 Mio. Aktien insgesamt 40 Mio. Euro eingenommen. Davon erhielten die beiden federführenden Banken, LBBW und eine andere, 4,2 Mio. Euro.

    Ein Drittel der Summe von zirka 36 Mio. Euro, also 12 Mio. Euro wurden in die Tilgung von Bankschulden gesteckt, verbleiben zirka 24 Mio. Euro.

    Die Umsätze der Firma Hess AG sind in 2012 gegenüber 2011 um fast 20 Millionen Euro gestiegen, es wurden etwa 60 neue Mitarbeiter eingestellt, die Firma emdelight gekauft und durch langfristige Zahlungsziele wird auch die Aktiva "Forderungen aus L+L", zwischenfinanziert durch kurzfristige Finanzierungsmittel, länger als üblich aufrechterhalten.

    Dies alles kann durchaus der genannten Restsumme von 24 Mio. Euro entsprechen.

    Natürlich wird niemand ausschließen, dass irgendwelche Buchungsfehler passiert sein können oder unterschiedliche Interpretationen zu irgendwelchen Vorgängen möglich sind.

    Aber............
    als Antwort auf das Posting von herbievs am 19.02.2013 12:29
    Dieses Posting hat den Diskussionszweig eröffnet
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    Um eventuelles Missverständnis auszuräumen....
    Von Cuenot (776 Beiträge) am 19.02.2013 09:59
    "da Geschäftsbeziehung zwischen diesen üblich sind." sollte richtig heißen "da Geschäftsbeziehungen zwischen "Mutter" (Hess AG) und "Tochter" (Hess, Löbau) üblich sind".

    Dass also die Firma Hess in VS Forderungen aus L+L sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Hess in Löbau hat und umgekehrt ist ja wohl von vornherein klar gewesen und die Staatsanwaltschaft sollte auch mal das Verhalten der Herren Grub und Mucha untersuchen.
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    Juristische Merkwürdigkeiten!
    Von Cuenot (776 Beiträge) am 19.02.2013 09:31
    Bei der "Heß Lichttechnik GmbH, Löbau" handelt es sich um ein verbundenes Unternehmen, welches zu 100% als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft "Hess AG" einbez. ist.

    Dies wird in den von der Wirtschaftsprüf.gesellschaft aus Karlsruhe mit den Worten "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hess AG.......", voll testiert.

    Da der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung bei "Mutter" und "Tochter" dieselben Personen sind, ist das Verhalten von Herrn Mucha und Herrn Grub aus der gleichen RA-Kanzlei sehr merkwürdig, da Geschäftsbeziehung zwischen diesen üblich sind.

    Vielleicht liegt es ja auch daran, dass sie auf diese Weise letztlich für ihre Tätigkeit einen mehrfach sechsstelligen Betrag einheimsen werden, während die Wirtschaftsprüfer aus Karlsruhe z.B. für 2011 insgesamt "nur" 86.000,00 Euro erhalten haben.
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    Diese Vermutung habe ich auch
    Von herbievs (12 Beiträge) am 19.02.2013 12:21
    Ohne die Gebührenordnung zu kennen, gehe ich davon aus, dass der Insolvenzverwalter auf diese Art mehr Gebühren erhält. Aus meiner Sicht ist die Aufspaltung in 2 Insolvenzfälle eine Farce zumal das selbe Anwaltsbüro beschäftigt wird. Aber ich bin kein Jurist, vieleicht war das wirklich notwendig. Es gibt natürlich auch juristisch tolle Möglichkeiten, so kann z.B. Lichtechnik gegen die AG klagen und umgekehrt. Und Anwälte bekommen Ihr Honorar natürlich immer, egal wie sinnvoll eine Klage ist.
    als Antwort auf das Posting von Cuenot am 19.02.2013 09:31
    Dieses Posting hat den Diskussionszweig eröffnet
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    Nicht nur eine Farce, sondern vermutlich rechtswidrig....
    Von Cuenot (776 Beiträge) am 19.02.2013 13:08
    Denn:
    angenommen der Fall, die Firma Hess AG und ihre Tochter in Löbau hätten, vor der Insolvenzanmeldung, irgendeinen Strauß ausfechten müssen, dann wäre bei beiden Firmen der Aufsichtsrat derselbe gewesen, aber vor allem, auch die Geschäftsführung, welche ja dann auch beide Firmen rechtlich vertreten hätte.

    Der Insolvenzverwalter ist quasi der rechtliche Nachfolger der Geschäftsführung und Herr Mucha und Herr Grub machen das, um auf beiden Seiten abzukassieren.

    Wenn sie damit durchkommen, dann werden sie vermutlich auch noch versuchen, ein Bein bei anderen 100%-igen Tochterfirmen der Hess AG in Deutschland, den USA und GB, reinzubekommen und vielleicht sogar noch bei der Firma Hess Grundstücke, die vermutlich auch noch in den Insolvenzstrudel geraten wird.
    als Antwort auf das Posting von herbievs am 19.02.2013 12:21
    Dieses Posting hat den Diskussionszweig eröffnet
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