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14.06.2012  |  1 Kommentare

Villingen-Schwenningen Sozialausschüsse gegen Zentrales Rathaus

Villingen-Schwenningen -  Der Vorstand der CDU-Sozialausschüsse (CDA) spricht sich klar gegen ein Zentrales Rathaus aus, dafür habe die Stadt nicht genug Geld.

So wie hier der Holzbau der Firma Binderholz könnte das neue Zentrale Rathaus nach den Vorstellungen von OB Kubon aussehen, die CDU-Sozialausschüsse halten das Projekt aber für zu teuer.  Bild: Binderholz



Der Neubau eines zentralen Rathauses ist für den Vorstand der CDU-Sozialausschüsse (CDA) Villingen-Schwenningen ein lang ersehnter Wunsch, doch wenn das liebe Geld für solch ein Großprojekt nicht da sei, müsse man eben – wie im richtigen Leben – auf die Realisierung von Träumen verzichten. Bei der derzeitigen Kassenlage der Stadt fordert der CDA-Vorsitzende Gottfried Schmidt aus Schwennignen ein genaues Abwägen der Notwendigkeit einer Verwaltung unter einem Dach.

Jahrelang sei dem Bürger vorgejammert worden, dass der Stadtsäckel leer sei und plötzlich spielt Geld offensichtlich keine Rolle mehr. Viele andere dringende Dinge sind jahrelang vernachlässigt worden und aktuelle wichtige Baustellen dürften jetzt nicht unter die Räder kommen, wie die Straßensanierungen, Schulen oder Kindergärten. Gerade den Verkehrsteilnehmern mutet die Stadt mit den miserablen Strassen allerhand zu. Viele Straßen sind mit Schlaglöchern übersät, die Schäden an den Autos zahle der Autofahrer aus seiner eigenen Brieftasche.

Im Zeitalter der elektronischen Bürokommunikation benötigt man sicherlich für eine gute Verwaltung kein neues Rathaus mit allen technischen Raffinessen, schreibt der CDA-Vorsitzende. Wichtig für den Bürger ist vielmehr ein Rathaus, das gut erreichbar ist und arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten hat. Ein neues Rathaus dürfe nicht aus Prestigegründen gebaut werden. Für solch ein Jahrhundertprojekt seien bisher so gut wie keine Rücklagen gebildet worden. Jeder Häuslebauer spare zuerst, bevor er mit dem Neubau sein Einfamilienhaus beginnt. Bei der derzeitigen Kassenlage wünscht sich der CDA-Vorsitzende Gottfried Schmidt mehr Bescheidenheit. Ein Neubau bedeute für den Marktplatz in Schwenningen das endgültige Aus.

Der Fahrplan für die weiteren Planungen bezüglich eines zentralen Rathauses sehen wir folgt aus: Am Freitag, 29. Juni, diskutiert der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung über die Verwaltung unter einem Dach und am Mittwoch, 18.Juli, soll in einer Gemeinderatssitzung ein Beschluss gefasst werden.

Villingen-Schwenningen soll in den nächsten Jahren eine Zentralverwaltung für 450 Mitarbeiter erhalten. OB Rupert Kubon und die Stadtverwaltung drücken in Sachen Neubau aufs Tempo. Viele Bürger sind sich jedoch einig: das Geld könnte für dringlichere Projekte ausgegeben werden. Alle Infos und Bilder zur Debatte finden Sie im SÜDKURIER-Themenpaket.

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