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Villingen-Schwenningen Setzt Motorradclub die Stadt unter Druck?

13.09.2012
Villingen-Schwenningen -  Über Fete der Black Rider in der Villinger Motocrosshalle wird weiter diskutiert. Eine Stufenparty kann noch stattfinden

Nun also doch. Nach anfänglichen Bedenken hob der Gemeinderat das Partyverbot wieder auf.  Bild: Archiv

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Gute Nachricht für das Organisationsteam einer Stufenparty der St. Ursula-Schulen gestern im Gemeinderat. Obwohl das Baurechtsamt das Fest zunächst untersagte hatte, lenkte Oberbürgermeister Rupert Kubon ein. Nicht nur der Motorradclub der Black Rider darf an diesem Samstag feiern, sondern auch am 28. September die Schüler, falls „sie und die Betreiber der Halle es noch wollen“, wie Oberbürgermeister Rupert Kubon erklärte.

Den gestrigen Bericht im SÜDKURIER über eine von der Stadt nicht genehmigte Stufenparty in der Motocrosshalle nahm die Gemeinderätin der Freien Wähler, Ulrike Heggen, zum Anlass, ihren Unmut kundzutun. Während der Motorradclub grünes Licht erhielt, kassierten die St. Ursula-Schüler von der Stadt eine Absage, offiziell aus brandschutzrechtlichen Gründen. Dass hier offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wurde, konnte Heggen nicht verstehen.

Sie kritisierte, dass die Jugendlichen wieder einmal „die Leidtragenden sind“. Sie könnten allerdings nichts dafür, dass die Stadt ihnen keine geeigneten Räume zur Verfügung stelle. OB Kubon betonte darauf, dass die zwei Veranstaltungen, die angemeldet seien, auch durchgeführt werden dürften. Im Klartext: Black Rider sowie die Schüler sollten ihre Partys noch durchführen, erst danach greift die harte Linie des Baurechtsamts.

Hinter den Kulissen der Stadtverwaltung scheint es aber wegen des Vorgehens des Motorradclubs kräftig zu rumoren. Die Black Rider sollen bereits im Frühjahr für ihre Veranstaltung überregional kräftig die Werbetrommel gerührt haben, ohne dass überhaupt eine Genehmigung vorlag.

Den notwendigen Antrag erreichte die Stadtverwaltung erst im August, einen Tag später reagierte das Baurechtsamt mit einem negativen Bescheid. Danach sollen die Verantwortlichen der Black Rider die Stadt unter Druck gesetzt haben. Sie argumentierten, dass bei einer Absage die erwarteten 1000 Motorradfahrer in der Villinger Innenstadt feiern würden. Diese Aussicht war den Stadtoberen doch zu heikel.

Immerhin kommen jetzt die St. Ursula-Schüler eventuell ebenfalls in den Genuss ihrer Party. Die Betreiber der Halle stimmten zu. „Über die Entwicklung freuen wir uns“, sagte gestern Abend Lars Bergmann auf Anfrage. Wenn die Schüler feiern wollten, seien sie willkommen, fuhr er fort. Zunächst muss sich aber das Organisationsteam der Stufenparty beraten. Eine Entscheidung soll dem Vernehmen nach in den nächsten Tagen fallen.

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