„Die sind natürlich überall durch den Garten marschiert und haben auch ihre Beute, Amseln, Meerschweinchen und sogar Katzen mitgeschleppt – und wir haben dann die Reste gefunden“, berichtet Knut Wagner. Da die Tiere doch auch streng riechen, sei das sehr unangenehm gewesen. „Aber was soll man machen?“, fragt Knut Wagner.
Die Möglichkeit, Füchse zu vertreiben ist aber eingeschränkt, erklärt Forstamtsleiter Tobias Kühn. Als Erstes solle man versuchen, ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. „Man kann sie mit dem Wasserschlauch vertreiben, kein Katzenfutter im Garten stehen lassen und keine Essensreste im Kompost entsorgen“, so Kühn. Allerdings streunen die Füchse sogar auf dem Parkplatz des nahegelegenen Supermarktes herum und finden dort weggeworfenes Essen, berichtet Knut Wagner aus der Praxis.
Erschießen der Tiere im Stadtbereich ist verboten, Lebendfallen seien laut Kühn viel zu aufwändig, da sie regelmäßig kontrolliert werden müssten. „Außerdem müssten die Tiere dann ja auch getötet werden.“ Viele Anrufer, die sich beim Forstamt melden, hätten die Idee, Füchse zu fangen und dann im Wald auszusetzen. „Das funktioniert aber gar nicht, nach zwei Tagen sind die Tiere wieder da“, so Tobias Kühn: die Stadtfüchse hätten sich an ihre neuen Reviere gewöhnt.
Das Forstamt setzt jetzt ganz klar auf Aufklärung: Ein Flyer wird in Kürze verteilt und in den Bürgerämtern ausliegen und auch auf der städtischen Homepage stehen bald Tipps, was beim Umgang mit Füchsen in der Stadt unbedingt vermieden werden sollte. Durch die Ausrottung der Tollwut habe sich der Fuchsbestand massiv ausgeweitet und die Tiere suchen ihre Reviere zunehmend in der Stadt. „Wir werden mit den Füchsen leben müssen“, meint Tobias Kühn dazu.

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