Mord
am heiligen Abend: Um 19 Uhr fand die
Polizei in Mosbach im Odenwald die
Leiche der 46-jährigen Sabine Jauch aus
Schwenningen.
Eine Ferienhaussiedlung war Schauplatz der grausamen Tat. Die Obduktion hat ergeben, dass Sabine Jauch erschlagen wurde.
Nachdem Sabine Jauch am 24. Dezember nicht wie verabredet bei ihrem Vater in Schwenningen erschienen war, erkundigte sich Malermeister Siegfried Jauch bei der Autobahnpolizei.
Doch dort war kein Unfall bekannt. Gegen 19 Uhr machten die Polizisten dann den grausigen Fund in der Feriensiedlung. Offensichtlich hatte es der Täter auf eine größere Geldsumme abgesehen. Sabine Jauch hatte diese von einem Hausverkauf bei sich.
Die Tür wurde nicht aufgebrochen – die Frau muss ihrem Mörder also aufgemacht haben.
Die Ermordete stammt aus dem alteingesessenen Schwenninger Malergeschäft Jauch. In früheren Jahren war die Frau auch eine erfolgreiche Keglerin und heimste mit ihrem Kegelclub SKC Schwenningen zahlreiche Siege ein. Noch an Weihnachten richtete die Polizeidirektion die Sonderkommission „Mühlwiesen“ mit 26 Beamten ein.
Gesucht wurde auch nach dem Fahrzeug der Getöteten. Gefunden wurde der orangefarbene Suzuki- Kleinwagen gestern auf dem Parkplatz „Bleichwiese“ in Mosbach, wo er „ordnungsgemäß abgestellt war“, wie Petra Keßler, Pressesprecherin der Polizeidirektion Mosbach, berichtete. Ob der Täter oder das Opfer das Auto dort abgestellt hat, ist noch unklar. Zwischenzeitlich hatte die Polizei auch mit einem Hubschrauber nach dem Fahrzeug gesucht.
Sabine Jauch wurde letztmals am Freitag, 23. Dezember, bei ihrer Arbeitsstelle gesehen, als sie diese gegen 14.40 Uhr verließ.
Die Malermeisterin war als Ausbilderin angestellt beim Berufsbildungswerk in Mosbach. Die Frau habe zurückgezogen gelebt und nicht sehr viele Kontakte gehabt. „Das erschwert die Ermittlungsarbeit zusätzlich“, sagte Petra Keßler.
Über den genauen Tathergang wollen Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen noch nichts sagen. „Wichtig ist, dass wir Leute finden, die die Frau vielleicht gesehen haben oder die 46-Jährige kennen“, erläuterte Keßler. Seit April 2010 wohnte die Frau im Limbacher Ortsteil.
Von der grausamen Tat selbst haben die Nachbarn nichts mitbekommen. „Ich kannte die Frau nur flüchtig“, sagte ein Anwohner. Die 46-Jährige hatte in der Feriensiedlung ihren festen Wohnsitz und die Wohnung angemietet. (bm)
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