Mein
 

Villingen-Schwenningen Schüler beziehen Position gegen Krieg

Die Viertklässler der Sprachheilschule, die in der Villinger Klosterringschule untergebracht ist, sind glücklich. Ihre künstlerische Umsetzung zum Schülerwettbewerb „Frieden und Ich“ hat die Jury überzeugt.

So freuten sich die jungen Leute über den ersten Preis in Höhe von 500 Euro für die Klassenkasse. Jetzt winkt erst einmal ein schöner Ausflug an den Bodensee. Außerdem wollen die Schüler einen Teil des Geldes spenden.

Die zwölf Schüler der vierten Klasse der Sprachheilschule hatten sich während des Projektes eingehend mit dem Thema beschäftigt. Die Kinder hatten erst Stichworte zum Thema Frieden gesammelt. Ein Effekt daraus war, dass man jetzt auch in der Schule friedlicher miteinander umgeht. Weiterhin wurde als Klassenlektüre die „Konferenz der Tiere“ von Kästner gelesen. Das Peace-Zeichen als Symbol für Frieden und die Friedenstaube von Picasso wurden im Kunstunterricht gestaltet. Da es in der Klasse Kinder gibt, deren Eltern aus vielen Ländern kommen, wurde das Wort Frieden in der jeweiligen Landessprache in der Collage integriert. Aus Zeitungen wurden alle Worte gesucht, die zum Thema Krieg passen, um eine Mauer zu kleben. Jeder Schüler malte ein kleines Bild, das für ihn Frieden bedeutet.

Der Lohn der Mühe lohnte. Obwohl es sehr schwer gewesen sei, aus der Vielfalt aller Wettbewerbsbeiträge ein Siegerbild zu küren, da jeder Beitrag unterschiedliche Ansätze zeigte, überzeugte das Siegerbild durch seine Klarheit und Vielschichtigkeit, betonte Kathrin Seuthe, die Sprecherin der Jury, die außerdem aus Marion Eckert-Merkle und Wendelin Renn bestand. Oberbürgermeister Rupert Kubon stellte fest, dass die Bilder aus den Schulen ganz klar beeindruckend Position bezogen gegen Terror und Krieg. Vielen Schülern sei das Thema Krieg nur aus dem Fernsehen ein Begriff. Doch Krieg sei immer präsent, obwohl er nicht unmittelbar vor der Haustüre stattfinde. Die Preise zum Wettbewerb wurden von der Bürgerstiftung Villingen-Schwenningen zur Verfügung gestellt. Denn das Projekt zeige durchaus bürgerliches Engagement auf, so Kubon im Schwenninger Ratssaal.

Der Wettbewerb „Frieden und ich“ steht eng im Zusammenhang mit dem Kongress der IPPNW, den „Internationalen Ärzten für die Verhütung eines Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung“, der vom 30. Mai bis 2. Juni in der Neuen Tonhalle in Villingen stattfindet (wir berichteten bereits). Zu der Veranstaltung mit dem Titel „Zielscheibe Mensch - Internationaler Kongress zu den sozialen und gesundheitlichen Folgen des globalen Kleinwaffenhandels“ haben sich über 250 Teilnehmer aus 27 verschiedenen Staaten angemeldet. IPPNW-Mitglied Helmut Lohrer aus Villingen berichtete, dass hier in der Region täglich Kleinwaffen hergestellt werden, durch die täglich tausende Menschen sterben. Der erste Schritt zum Frieden sei, wenn man miteinander redet, so der Villinger Allgemeinmediziner. Er kündigte an, dass die besten Bilder aus dem Schülerwettbewerb beim Kongress ausgestellt werden. Christa Lörcher, die zur Vorbereitungsgruppe des IPPNW-Kongresses gehört, sagte bei der Preisverleihung, dass das Siegerbild der Sprachheilschule vielseitig Verwendung finde, beispielsweise auf den Plakaten zur Ausstellung.

Regionale Produkte von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein auf SÜDKURIER Inspirationen. Gleich Newsletter abonnieren und sparen!
Erlesene Bodenseeweine jetzt bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
VS-Villingen
Villingen-Schwenningen
Villingen-Schwenningen
VS-Schwenningen
VS-Villingen
VS-Villingen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren