Jüngstes Beispiel ist die Goldenbühlstraße in Villingen. Die wurde 2011 mit einem Aufwand von einer Million Euro von Grund auf saniert, die Fahrbahn zu Beginn des letzten Winters dem Verkehr übergeben und im Frühjahr dieses Jahres dann die provisorischen Fahrbahnmarkierungen durch die richtigen ersetzt. Nun wunderten sich viele Autofahrer, dass in den letzten Wochen plötzlich wieder Bautrupps anrückten, auf einem kleineren Teilstück die Fahrbahn wieder aufrissen und die Goldenbühlstraße wieder halbseitig gesperrt wird. Dafür gibt es Gründe. Die sind in der Aufmerksamkeit des städtischen Bauamtes und in einer nicht sachgerechten Ausführung der Straßenbauarbeiten durch das Unternehmen zu suchen. Die Stadt stellte nämlich fest, dass die Asphaltdecke in dem betroffenen Teilbereich nicht die vereinbarte Stärke hatte. Die Firma wurde aufgefordert, die in der Ausschreibung vereinbarte Stärke herzustellen, da eine geringere Decke auch an der Lebensdauer der Straße – sie sollte 30 bis 40 Jahre halten – nagt. Nachdem ein Gutachter die Mängel bestätigt hatte, wurde dies von der Firma akzeptiert und ausgebessert. Auf deren Kosten übrigens. Seit dieser Woche ist die Goldenbühlstraße voll befahrbar.
Das, was in Villingen passiert ist, ist übrigens kein Einzelfall. Probleme gab es auch mit dem anlässlich der Errichtung der Haisch-Tankstelle am Messeknoten angelegten Kreisel. Auch dort musste die Baufirma – übrigens die gleiche wie in der Goldenbühlstraße – erheblich nachbessern. Dort war, so hatten Überprüfungen durch das städtische Bauamt ergeben, die Asphaltmischung nicht richtig zusammengesetzt. Auch diese Nachbesserung ging auf das Konto des Unternehmens. Ärger hatte es auch auf der mit einem neuen Asphalt versehenen Bundesstraße 27/33 zwischen Bad Dürrheim und Donaueschingen gegeben. Auch dort war auf einem Teilabschnitt der Asphalt nicht in Ordnung, war zu weich und zu wellig und musste dieses Jahr ebenfalls nachgebessert werden. Übrigens nicht von der Firma, die in VS tätig war, aber auch hier auf Kosten des ausführenden Unternehmens.
Entweder es gibt keine gelernten ... mehr ...