Villingen-Schwenningen Sanierung der Villinger Rietstraße dauert mindestens zwei Jahre

Die Vorbereitungen laufen, um Villingens schlechtestes Stück Fußgängerzone, die gepflasterte Rietstraße, in den nächsten Jahren zu sanieren.

"Die Sanierung wird mindestens zwei Jahre dauern", erklärte auf SÜDKURIER-Nachfrage Oxana Brunner, die Pressesprecherin der Stadt. Der Start der aufwändigen Straßenbauarbeiten in Villingens zentraler Einkaufsstraße ist 2018 vorgesehen.

Am Dienstag, 18, Juli, soll der Technische Ausschuss den Planungsauftrag für die Baumaßnahme vergeben. Das preisgünstigste Angebot mit rund 194 000 Euro gab das Büro K3 Landschaftsarchitekten aus Villingen-Schwenningen ab. Bis im Herbst soll der erste Planungsentwurf vorliegen, im Winter ist dann der Projektbeschluss des Gemeinderates vorgesehen. Dann sollen auch die Bauleistungen von der Stadt ausgeschrieben und die Aufträge bis Frühjahr erteilt werden. Der frühestmögliche Baubeginn wäre damit das Frühjahr 2018.

Die Stadt empfiehlt bei der Rietstraße einen Vollausbau, also nicht nur die bloße Erneuerung des bestehenden Pflasterbelags. Denn dieser hatte sich als nicht wetterfest herausgestellt, sodass schadhafte Pflastersteine mit Asphalt ausgebessert werden, was optisch wenig ansprechend aussieht. Jetzt soll die Rietstraße nach dem Vorbild der drei anderen Hauptstraßen in der Innenstadt neu gestaltet, die Beleuchtung und auch die großteils maroden Versorgungsleitungen unter der Straße erneuert werden. Außerdem will die Telekom dort ein Breitbandkabel verlegen. Auch der Seniorenrat der Stadt hat seine Vorstellungen eingebracht, damit die Straße barrierefrei gestaltet, die Sitzbänke mit hohen Lehnen und die Straße und an den Seiten mit einem breiten Flanierstreifen gut begehbarer Steinplatten ausgestattet werden. In der Mitte soll weiterhin ein Streifen Pflastersteine bleiben.

Die Klagen der Bürger über das schlechte Pflaster sind Legion. Doch wegen des diesjährigen Stadtjubiläums hat der Gemeinderat 2015 die Neugestaltung auf 2018 verschoben, um die Feierlichkeiten nicht durch eine große Baustelle zu beeinträchtigen. Auch finanzielle Erwägungen spielten bei der Verschiebung eine Rolle. Denn die Bau- und die Planungskosten werden von der Stadt grob auf rund 2,2 Millionen Euro geschätzt.

Aus feuerpolizeilichen Gründen und zur Minimierung der Beeinträchtigungen für Anlieger, Geschäfte, die Bürgerschaft und Besucher empfiehlt das Stadtbauamt, die Arbeiten in sechs bis sieben aufeinander folgenden Teilabschnitten mit einer Länge von jeweils etwa 30 Meter baulich umzusetzen. Die bisherigen Erfahrung mit dieser abschnittsweisen Vorgehensweise sind aus Sicht des Bauamtes durchweg positiv. Unklar ist noch, ob die Bauarbeiten 2019 beendet werden könne oder sich auch noch bis 2020 hinziehen.

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