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Villingen-Schwenningen Riesiges Bus- und Auto-Chaos Montagfrüh in und um Villingen bei minus 20 Grad

Staus überall am Montagmorgen. Autofahrer rutschen langsam auf glatten Straßen voran. Villingens Einfahrten sind überlastet. Busse sind extrem verspätet.

So einen Montagmorgen hat Villingen lange nicht erlebt. Alle Stadteinfahrten sind überlastet, Ampeln fallen aus. Autos bleiben stehen. Hauptverkehrsadern wie die Saarlandstraße und Bertholdstraße sind dicht. Der Knoten Bad Dürrheim ist überlastet.

Nach Angaben von Polizeirevierleiter Thomas Barth in Villingen gibt es „eher wenige Unfälle. Die Autofahrer sind sehr langsam unterwegs - den Witterungsbedingungen angepasst.“

Es ist neun Uhr und es hat minus zwanzig Grad und langsam geht die Sonne über der Stadt auf. Immer noch sind viele Zufahrten zu. Die Schwenninger Straße beim Bahnhof ist eine gefährliche Glatteisroute. Viele Autofahrer halten nicht an Steigungen an sondern weit vorher, um nicht hängen zu bleiben, wenn es weiter geht. Andere preschen in die Lücken – und bleiben auf Eis stecken.

Viele Arbeitnehmer sind auf Grund der Verkehrsüberlastung auch um neun Uhr noch nicht am Arbeitsplatz. Vor allem in Villingen sind viele Schreibtische leer.

Ein Grund für die Probleme ist der ebenfalls stark verspätete Linienbusverkehr. Aus Bad Dürrheim gibt es in Richtung Villingen am Montag gegen acht Uhr einstündige Verspätungen. Fahrgäste stehen bei über minus 15 Grad in der Kälte und warten. Eine andere Frau berichtet: „Eine halbe Stunde Verspätung mit dem Bus von Königsfeld nach Villingen am Morgen.“

Autofahrer berichten von exorbitanten Fahrzeiten zwischen Villingen und Schwenningen. Die Route über den Nordring ist zu, auf die Steige getrauen sich viele nicht wegen Eis und Gefälle. Marbach-Zollhaus ist in Richtung Villingen ebenfalls völlig überlastet bi neun Uhr morgens.

Eine Frau kommt mit dem Auto um 9.45 Uhr in Villingen an. Sie berichtet von einer zweieinhalbstündigen Fahrzeit von Blumberg aus an Bad Dürrheim vorbei bis Villingen. Die vierspurige Straße an Bad Dürrheim vorbei sei in Stadthöhe „spiegelglatt gewesen“, sagt sie.

Gegen zehn Uhr morgens rufen besorgte Bürger beim SÜDKURIER an, es seien so viele Krankenwagen unterwegs. Eine Nachfrage beim DRK ergibt zur selben Uhrzeit: „Normale internistische Notfälle, keine signifikante Häufung von besonderen Fällen“, sagt ein Sprecher auf Nachfrage.

Einer der Brennpunkte war vor allem die Steigung der Bundesstraße 33 Richtung Gaskugel wegen Glatteis nicht richtig befahrbar. Dieser Umstand löste eine Kettenreaktion aus. Denn es staute sich und zwar in Richtung Schwenningen und in Richtung Donaueschingen zurück. Verkehrsteilnehmer wollten Bad Dürrheim umfahren, doch innerhalb kürzester Zeit kam der Verkehr auf der Scheffelstrasse und Friedrichstraße zum Erliegen. Auch auf der Brücke nach Schwenningen kam es wegen Glatteis zum Stau. Zahlreiche Busse kamen ebenfalls nicht durch.

Weniger problematisch waren die Verhältnisse aus Richtung St. Georgen. Nur vereinzelt sind dort Lastwagen und Autos auf dem Glatteis zum Stehen gekommen. Der Verkehr lief folglich ohne größere Zwischenfälle.

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