Das Bickentor hellrot angestrahlt, ein sternenklarer Nachthimmel und tausende Besucher: Die Glonki-Gilde bot gestern wieder ein Spektakel der ganz besonderen Art.Zahlreiche Narren wollten sich dies nicht entgehen lassen. Glonkinchen, Majoretten, Blechtrommler und Fanfarenzüge hatten ihre Mühe, sich einen Weg durch die Massen zu bahnen.
Die Besucher waren spätestens dann in bester Laune, als die Krawazi-Ramblers zu Beginn mit Klassikern wie „Hang on Sloopy“ die Stimmung anheizte. Als die letzten Blau-Weißen strahlend und stolz zum Bickentor schreiten, schließt die Masse sofort auf. Erst jetzt wird deutlich, wie viele Menschen gekommen sind: Bis hinauf in die Rietstraße stehen die Besucher. In gewohnt witzigen Reimen nehmen die Glonkis im Prolog nicht nur die Kommunalpolitik auf die Schippe – auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt ihr Fett weg. Drei Mal, so wird verlangt, muss das Publikum „Ahoi“ rufen. Beim dritten Mal ist es laut genug. Zuerst 30, dann 60 und schließlich ist die Zahl 100 erreicht – Startschuss für das fantastische Feuerwerk, dass in hellen Strahlen auf das Bickentor zu regnen scheint.