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Villingen-Schwenningen Polizei ermittelt auf Hochtouren nach Handgranaten-Attacke in Villingen

Die Polizei ruft die Bevölkerung in Villingen-Schwenningen dazu auf, verdächtige Hinweise nach dem Angriff mit einer Handgranate auf ein Wachhaus beim Flüchtlingswohnheim an der Dattenbergstraße zu melden. Bislang gebe es keinerlei Erkenntnisse. Die Beamten prüfen auf Hochtouren, wer hinter der Tat vom vergangenen Freitag steckt.

Seit Freitagvormittag arbeitet die 75-köpfige Sonderkommission der Polizei weiter auf Hochtouren und setzt ihre intensive Ermittlungsarbeit fort. Die Beamten haben jetzt auch Spezialisten des Landeskriminalamt Baden-Württemberg und des Bundeskriminalamtes hinzugezogen, heißt es in einer Mitteilung der Ermittler von Sonntagabend. Darüber hinaus fände „ein ständiger Austausch mit den Ämtern des Verfassungsschutzes statt“, formuliert Polizeisprecher Thomas Sebold weiter.

Die Beamten betreiben dabei kriminalistische Kleinarbeit: Mit großem zeitlichem und personellem Aufwand erheben die Ermittler Informationen und suchen nach möglichen Zeugen der Tat. Die Beamten haben zwischenzeitlich die Bewohner der Dattenbergstraße, in den angrenzenden Wohnstraßen sowie der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle in Villingen an der Dattenbergstraße nach dem Wurf der Handgranate vom Freitag befragt.

Weiter hätten Kriminaltechniker mit Metalldetektoren den Tatort, das Gelände der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle sowie die Dattenbergstraße abgesucht. Es konnten dabei keine relevanten Gegenstände aufgefunden werden. Wie berichtet, suchen die Ermittler vor allem, ob der mit TNT gefüllte Sprengkörper mit einem Zünder versehen war. Dieses Teil der Granate fehlt bislang. Es kann aber sein, es war überhaupt nicht an dem Sprengsatz montiert.

Es ist fraglich, inwieweit geklärt werden kann, ob an der Handgranate ein Zünder vorhanden war. Die Untersuchungen am Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg dauerten weiter an, erklärte Sebold. Weiter heißt es, dass die Ermittlungsarbeit „weiter in alle Richtungen fortgeführt werden“.

Insbesondere geprüft werde, „ob ein fremdenfeindlicher Hintergrund vorliegt“. Gleichzeitig würden die Verhältnisse vor Ort überprüft und ob die Tat möglicherweise dem dort eingesetzten Sicherheitspersonal gegolten hat. Wie berichtet, wurde die Kriegswaffe auf das Wachhaus des Sicherheitspersonals geworfen.

Seitens des Polizeipräsidiums Tuttlingen wurde seit dem Ereignis die Polizeipräsenz erhöht. Fachkräfte kümmern sich um die Betreuung der Bewohner der Bedarfsorientierten Erstaufnahmestelle. Trotz der bundesweiten Berichterstattung sind aus der Bevölkerung bislang noch keine Hinweise zu möglichen Hintergründen der Tat oder zu potentiellen Verdächtigen beziehungsweise Tatbeteiligten bei der Polizei oder der Sonderkommission eingegangen.

Die Sonderkommission bittet die Bevölkerung um Mitteilungen zu verdächtigen Fahrzeugen und Personen, die bereits in den Tagen oder Nächten vor der Tat im Bereich der Dattenbergstraße oder im Umfeld der Bedarfsorientierten Erstaufnahmeeinrichtung wahrgenommen wurden. Hinweise nimmt die Sonderkommission unter Telefon 0741-477200 entgegen.

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